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Alt 01.02.2010, 08:51   #1 (permalink)
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Benutzerbild von Juli
 
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  2 in 1: Vallisneria und Phosphat

Hallo an alle!

Hätte mal "ganz kurz" zwei Fragen an Euch:

Ich habe mir vor kurzem eine Vallisneria gigantea gekauft, mit herrlich langen Blättern, die sich wunderbar auf die Wasseroberfläche gelegt haben - hat nicht nur toll ausgesehen, auch den Fischen hat es gefallen Nun sind nach und nach alle Blätter genau auf Höhe der Wasseroberfläche regelrecht abgebochen Alle Wedel hören somit einfach oben auf. Ist das immer so? Oder an was liegt das? Denn wenn das immer so ist, brauche ich mir so eine lange Pflanze gar nicht mehr kaufen...

Und dann noch eine Frage zum Phosphat im Wasser: Mein Aquarium-Mensch hat mir vor zwei Wochen ein Mittel empfohlen, dass das Phosphat, das wohl für gutes Algenwachstum sorgt, aus dem Wasser bindet und über den Filter dann "entsorgt" wird. Es war von JBL. Nachdem ich ja mit jedem Füttern Phosphat einbringe und ich das Mittel so ja immer benötigen würde, habe ich es nicht gekauft - war ja richtig stolz auf mich
Nachdem das mit den Algen nun aber nicht wirklich besser geworden ist - trotz viele neuer schnellwachsender Pflanzen, mäßiger Fütterung und easycarbo - bin ich dabei, schwach zu werden.... Aber erst will ich alles über das Mittel wissen (dessen Namen ich nicht weiß und nicht finde) und vor allem: Hat das Sinn?

Bin schon jetzt auf Eure Antworten gespannt!

Alexandra
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Alt 01.02.2010, 09:42   #2 (permalink)
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Benutzerbild von Beluga
 
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Hallo Alexandra!

Phosphat bedeutet nicht automatisch viele Algen. Kritisch wird das erst bei einem Ungleichgewicht der Nährstoffe, meistens im Verbund mit zu wenigen Pflanzen.
Bei mir hier kommt das Wasser mit 3 mg/l Phosphat aus dem Hahn, und trotzdem habe ich keine Algen.

Was genau ist "viele schnell wachsende Pflanzen"? Hast du mal ein Foto vom Aquarium?
Düngst du? Wenn ja, womit?
Was für Algen sind das bei dir?
Wie hoch ist der Phosphatwert im Aquarium, wie hoch der im Leitungswasser?
Seit wann läuft das Aquarium?

Zur V. gigantea kann ich dir nichts sagen, die hatte ich noch nie.
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Freundliche Grüße

Lynn
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Alt 01.02.2010, 11:01   #3 (permalink)
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Benutzerbild von Atlan35
 
Registriert seit: 23.01.2010
Ort: Sachsen Werdau
Beiträge: 338
Hallo Alexandra!

Ich halte auch Vallisneria gigantea.Das Blattabrechen ist bei mir auch.Aber erst nach einer gewissen Blattlänge und meist beim hantieren Im Becken.
Diese Art verbraucht die Nährstoffe in großem Ausmass.Trotzdem ist sie relativ gut haltbar.
Die Ausläufer der Pflanze ziehen sich durchs ganze Becken.
Also Lynn hat recht.Phosphate bringt man immer ins Becken.
Es gibt zwar diverse Mittel im Handel aber bei regelmässigen Wasserwechsel sollte der Phosphatgehalt im Rahmen beleiben.
Wegen deiner Algen,da steht im Forum reichlich Tipps dazu.

Winke Stefan
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Alt 01.02.2010, 11:45   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Juli
 
Registriert seit: 27.12.2009
Ort: Eppingen/Landkreis Heilbronn
Beiträge: 228
Danke schon einmal für Eure Antworten!

Ich muß gestehen, dass ich gar nicht weiß, wieviel Phosphat ich im Aquarium habe.... *schäm* Auf die Idee das zu messen bin ich irgendwie gar nicht gekommen....

Bilder von meinem Becken habe ich unten angehängt, ich habe Pinselalgen - das erkennt man auf dem Bild natürlich nicht

Laufen tut das Becken seit dem 1. Dezember 2009 - noch nicht sooo lange.

Und wegen der schnellwachsenden Pflanzen: Zählen kann ich sie nicht mehr, aber die ganze Rückwand ist mit Valisnerie, Wasserpest und "noch was" bepflanzt, aber ich vermute, das düfte durchaus noch mehr sein

Danke schon einmal!

Alexandra
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Alt 01.02.2010, 12:11   #5 (permalink)
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Benutzerbild von fossybear
 
Registriert seit: 01.11.2006
Ort: Krefeld
Beiträge: 1.693
Hi!

Vallisnerien sind eigentlich keine schnellwachsenden Pflanzen. Auch wenn es manchmal so aussieht. Sie benötigt Bodendüngung, also Düngekugeln.
In neuen Becken macht sie oft Zicken, absterbende oder abbrechende Blätter, ist ganz normal. Das Becken läuft ja gerade mal erst 2 Monate, da sind solche Auswirkungen ganz normal, auch die Pinselalgen, die anzeigen, dass die Pflanzen noch nicht richtig wachsen.
Also düngen, gut beleuchten und abwarten.

Gruss Gregor
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Alt 01.02.2010, 12:22   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Juli
 
Registriert seit: 27.12.2009
Ort: Eppingen/Landkreis Heilbronn
Beiträge: 228
Hallo Gregor,

ja Geduld, die Tugend, die jeder Aquarianer haben soll Da werde ich noch viel lernen müssen, damit habe ich es nicht immer so sehr Aber ich baue darauf, dass ich dank meines Hobbies SEHR GEDULDIG werde

Viele Grüße von Alexandra
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Alt 01.02.2010, 19:51   #7 (permalink)
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Registriert seit: 30.01.2010
Beiträge: 75
Hallo,

also das mit dem Phosphat ist so schonmal richtig. Was aber nicht stimmt ist, wenn man Phosphat im Aquarium hat, dass man keine Algen hat. Die sind immer da. Egal ob mit oder ohne Phosphat. Und falsch ist auch das Vallisnerien "Bodendünger" brauchen. Wasserpflanzen nehmen zu über 90% ihre Nährstoffe über das Wasser auf und eben nicht alles über den Boden. Bodendünger ist nur eine "Baustelle".
Dazu muß man wissen das Algen Luxuskonsumption betreiben. Das ist vergleichbar mit einem Tier das in Winterschlaf geht und sich ein Fettpolster anlegt. Algen machen das auch und schaffen sich ein Depot. Phosphat ist nämlich die wichtigste Nahrungsgrundlage der Algen! Und genau hier liegt des Pudels Kern. Das ist auch gleichzeitig der Grund warum ein Algenkiller niemals wirkt. Kille ich Algen mit Mitteln welcher Art, dann geben die das eingelagerte Phosphat ans Wasser ab und die nächste Generation lacht sich schon nen Ast. Es gibt kein "algenfreies" Aquarium. Wäre es so, dann wäre es biologisch tot. Messe ich nun "kein" Phosphat und man erhält die Auskunft "Alles ok" ist das natürlich Käse, wenn ich Algen sehe und habe. Also haben sie bereits soviel Phosphat eingelagert, dass ich es nicht mehr messen kann.
Also muß man sie quasi "aushungern". Das geht mit Phosphatreduzierenden Filtermedien die es aufnehmen und nicht wieder abgeben. Das allein reicht aber nicht! Es ist also nicht "das" Zaubermittel um Algen loszuwerden. Es ist "ein" Baustein im Türmchen der Algenbekämpfung.
Pflanzen ernähren und zwar richtig. Das heisst Eisen, Spurenelemente, CO2. Messen wie was wo und wieviel und zwar regelmäßig bis sich ein Level X einpendelt. Pflanzen, Pflanzen und nochmals Pflanzen sind die Lösung gegen Algen, neben Wasserwechseln, Wasserwechseln und Wasserwechseln. Eutrophierung (Überdüngung) runter. Redox reduzieren und über Aktivkohle filtern. Eiweiße raus! Licht etc. etc.
Das führt zu einem Aquarium das sich nicht durch Algenplagen auszeichnet. Natürlich sind wir alle keine Takashi Amanos und auch kein Oliver Knott, aber es so hinzubiegen das es "schön" anzusehen ist und nicht mit Pinselalgen, Fadenalgen etc. übersäht ist...das ist nicht schwierig. Schwierig ist in einem Aquarium konstante Werte zu schaffen. Das ist die Kunst. Und das schaffen die wenigsten.
__________________
Gruß

Frank
Arapiuns ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 01.02.2010, 20:37   #8 (permalink)
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Benutzerbild von Beluga
 
Registriert seit: 02.10.2009
Beiträge: 601
Hallo!

Zitat:
Zitat von Arapiuns Beitrag anzeigen
Und falsch ist auch das Vallisnerien "Bodendünger" brauchen. Wasserpflanzen nehmen zu über 90% ihre Nährstoffe über das Wasser auf und eben nicht alles über den Boden.
Ob die Vallisnerien nun unbedingt Bodendünger brauchen oder nicht, sei mal dahingestellt. So ganz falsch wird er aber nicht sein, denn Vallisneria spiralis z.B. kann Phosphat in gleichem Maß über die Wurzeln wie über die Blätter aufnehmen. Die Aufnahme von Eisen über die Blätter hingegen ist nur auf einen kleinen Bereich des Blattes beschränkt, so dass die Pflanzen für eine ausreichende Versorung Eisen zusätzlich über die Wurzeln aufnehmen müssen. (S.R. Gentner, 1977: Uptake and transport of iron and phosphate by Vallisneria spiralis - Aquatic Botany 3, 267-272)

Zitat:
Zitat von Arapiuns
Pflanzen ernähren und zwar richtig. Das heisst Eisen, Spurenelemente, CO2. Pflanzen, Pflanzen und nochmals Pflanzen sind die Lösung gegen Algen
Sehe ich auch so.
Im Flowgrow läuft dazu gerade eine bewegte Diskussion: Allgemeine Frage: Algen und Pflanzen? : Algen - Aquarium - Wasserpflanzen - Flowgrow
__________________
Freundliche Grüße

Lynn

Geändert von Beluga (01.02.2010 um 20:42 Uhr)
Beluga ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 01.02.2010, 21:03   #9 (permalink)
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Registriert seit: 30.01.2010
Beiträge: 75
Hallo Lynn,

ich sagte nicht das sie es nichts aus dem Boden nehmen, sondern das der Großteil ihrer Versorgung über die Blätter und Stengel geschieht.
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Gruß

Frank
Arapiuns ist offline   Mit Zitat antworten


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Alt 01.02.2010, 21:11   #10 (permalink)
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Benutzerbild von Juli
 
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Beiträge: 228
Hallo Frank!


Zitat:
Zitat von Arapiuns Beitrag anzeigen
Pflanzen, Pflanzen und nochmals Pflanzen sind die Lösung gegen Algen, neben Wasserwechseln, Wasserwechseln und Wasserwechseln. Eutrophierung (Überdüngung) runter. Redox reduzieren und über Aktivkohle filtern. Eiweiße raus! Licht etc. etc.
Das führt zu einem Aquarium das sich nicht durch Algenplagen auszeichnet.
Das klingt interessant und gut! Pflanzen kommt morgen der nächste Schub (hätte nie gedacht, dass SOOOO viele Pflanzen in ein Aquarium hineinpassen ) - erledigt.

Wasserwechsel Das wußte ich jetzt nicht! Habe trotz Algen nicht öfters Wasser gewechselt als bisher, da die Werte (zumindest die, die ich messe ) in Ordnung sind. Kannst Du mir erkären, warum? (es interessiert mich WIRKLICH!!!)

Überdüngung kommt für mich - glaube ich - nicht in Betracht, einmal die Woche ferropol und täglich easycarbo, das ist bestimmt nicht zu viel.

Was ist Redox? Das habe ich noch nie gehört. Und auch über Kohle filtern habe ich im Zusammenhang mit Algen noch nie gehört, nur nach Medikamentengabe. Kannst Du das für mich Neueinsteiger auch noch kurz erläutern?
Und ich bräuchte noch Nachhilfe bezüglich Eiweiß, das ist doch dann bestimmt im Futter drin? Also wenig füttern?

Ich hoffe, Du hast demnächst ein bißchen Zeit um meine Fragen zu beantworten Es interessiert mich wirklich brennend!

Und so lange übe ich mich halt in Geduld - ist ja auch wichtig!

Viele Grüße von Alexandra
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