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  • 2 der Beitrag von Catwoman

Wieso geht unser Nitritwert nicht weg? im Forum Wasserchemie vom Aquaristik-Talk.de

Hallo! Haben unser Aquarium wieder seit 5 Wochen laufen! Wir hatten am Donnerstag einen Nitrit ... wurde hier beantwortet

  1. #1

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    Wieso geht unser Nitritwert nicht weg?

    Hallo!

    Haben unser Aquarium wieder seit 5 Wochen laufen! Wir hatten am Donnerstag einen Nitrit von 0,025 im Wasser und haben 2 Antennenwelse reingegeben. Werte stiegen nicht an! Am Samstag dann 3 Lapidochromis mbamba bay! Nun ist der Nitritwert auf 0,15 gestiegen. Wir haben gleich einen Wasserwechsel von 30 % gemacht und Nitrivec oder war es Toxivec reingegeben. Hat einen blauen verschluss! Dann war der Wert wieder zwischen 0,025 und 0,05. Aber wie bekomme ich diesen Wert wieder runter!

    Ich möchte noch 3 Lapidochromis yellow reingeben. Die anderen Werte sind eigentlich alles supi!

    LG
    Manu

    •   Alt 19.03.2012 11:48

      Mister Ad Mister Ad ist offline

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  2. #2

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    Hallo Manu.

    Erstmal wäre es noch gut zu wissen, wie groß das Becken eigentlich ist.
    Und bitte keine Mittel wie Nitrivec etc verwenden. Große Wasserwechsel von 70% und mehr, bei Bedarf mehrmals, ist da das bessere Mittel.
    Ansonsten ist es normal, das sich nach dem Einsetzen neuer Fische der Nitritwert mal ein kleines bisschen erhöht. Das heißt nichts anderes, als das die Bakterien in Schwung kommen und sich den neuen Verhältnissen anpassen.

  3. #3
    Fischi1964
    Hallo Manu, das kann verschiedene Ursachen haben. Fütterst Du zu viel? Denn Futterreste können auch mit dazu beitragen, dass der Nititwert steigt. Ein Wasserwechsel von 30% ist eindeutig zu niedrig. Du solltest 50% machen und immer beobachten. Sollte der Wert wieder steigen, machst Du das Gleiche nochmal. Wichtig ist auch ein ordentlicher Filter. Das Wasser sollte gut umgewälzt werden und eine kleine Oberflächenströmung haben. Es kann auch der Bakterienstamm in Deinem Filter eine Rolle spielen. Der sollte schon sich ordentlich gebildet haben. Hattest Du Starterbakterien? Ich hatte nämlich auch dieses Problem. Nun läuft alles super.

    L.G. von mir. Janette

  4. #4

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    Hallo Manu,

    ein Nitritwert von 0,025 bzw. 0,05 mg/l ist allerdings kein Grund zur Sorge und auch keiner, große Wasserwechsel durchzuführen.
    Das kannst du machen, wenn der Wert über 0,5 mg/l ansteigt.
    Nitrivec kannst du auch ruhig reingeben. Das hilft zwar, die Nitrifikation etwas anzukurbeln, nur darfst du davon keine Wunder erwarten und dich nicht ausschließlich auf dessen Wirkung verlassen.
    Geändert von Beluga (19.03.2012 um 12:16 Uhr)

  5. #5

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    Hallo!

    Unser Becken hat 200 Liter. Wir haben seit Samstag 2 Filter! Einen JBL Cristal 900 und einen Eheim 2226. Der Cristal läuft seit 5 Wochen und der Eheim seit Samstag. Beide sind angeimpft und wir haben in den ersten 3 Wochen auch immer Bakterien nachgegeben. Habe einfach die Panik dass uns nochmal das gleiche passiert, was schon mal war! Wir hatten unser Aqua umgestellt auf ein Barschbecken und die hatten dann die Pünktchen und starben an Nitritvergiftung! Seitdem bin ich sehr vorsichtig! Möchte die Fische nicht unnötig stressen.

  6. #6

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    Hallo Manu,

    um sich ausreichend zu vermehren, brauchen die Bakterien aber auch organische Belastung.
    Wenn du die einfach nur reinschüttest, ohne dass die was zu futtern bekommen (Ammonium, Nitrit), tut sich da auch nicht viel. Die Bakterienpopulation ist ja abhängig vom Nahrungsangebot.
    Warte mit der Erweiterung des Besatzes noch ein paar Tage ab, beobachte die nächsten Tage täglich den Nitritwert, und wenn der ansteigt, machst du Wasserwechsel.
    Wenn du den Besatz dann schrittweise erhöhst und nicht zu viele neue Fsiche auf einmal einsetzt, wird das schon werden.

  7. #7

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    Moin

    Hier mal nen kleiner Text zum Thema Einfahren -> http://www.aquaristik-talk.de/conten...inzufahren-76/

    Und weil der Text zumindest bei mir ein wenig merkwürdig dargestellt wird, hier nochmal in schön:

    Hallo

    Das ist die zweite oder dritte Version des Textes, den man auch woanders im Internet, nur eben in der Vorgängerversion, findet wird.



    Oftmals wird die Einfahrzeit (oder auch Einlaufzeit) eines Aquariums als anderer Begriff für das Abwarten des Nitripeak verwendet. Das ist aber so nicht korrekt. Einfahren bedeutet noch viel mehr.
    Richtig eingefahren ist ein AQ erst nach mehreren Monaten und nicht die oft genannten 1 bis 6 Wochen, die auch im Zusammenhang mit dem Nitritpeak genommen werden.

    Wenn schon fahren, dann fährt das Aq allerhöchsten an

    Zum Thema „Nitritpeak“ gibt es etliche Seiten. Es soll hier auch nicht näher drauf eingegangen werden, was genau der Nitritpeak ist bzw. was überhaupt Nitrit ist.

    Es heisst das die Fische erst nach der Einfahrtzeit, respektive dem Nitritpeak, einsgesetzt werden können. Ist das richtig? Ja und Nein.

    Ja, weil ein erhöhter Nitritwert für die Fische tödlich sein kann oder aber zu nicht erkennbaren Schäden führt, die sich erst Wochen oder Monate später auswirken.

    Nein, weil
    - (1) es nicht zu einem Nitritpeak kommen muss
    - (2) der Nitritpeak, nicht festgestellt wird, aufgrund ungünstiger Messung
    - (3) der das Absinken des Nitritpeak nicht heisst, das ab jetzt alles funktioniert.

    Zu (1):
    Je nach Test, kann man den Anstieg des Wertes nicht nachweisen oder es kommt einfach nicht dazu.

    Zu (2):
    Um den Nitritpeak festzustellen, müsste man mindestens einmal täglich den Nitritwert bestimmen und das mit einen gut auflösenden Test. Der Peak kann unterschiedlich hoch ausfallen

    Zu (3):
    Wer den Nitritpeak gemessen hat und dann mit vollen Fischbesatz ankommt, kann gleich den nächsten Nitritpeak feststellen.

    Auch wer nach dem Peak noch 2 Wochen wartet, macht es nicht besser. Jeder Tag Wartezeit danach bringt nichts.

    Nur ist Nitrit eben nicht alles. Nitrit ist nur eine Zwischenstufe im Nährstoffkreislauf. Wenn die Vorstufe von Nitrit, das Ammonium nicht in ausreichendem Masse vorhanden ist bzw. Bakterien, das Ammonium nicht in Nitrit umwandeln, lässt sich auch kein Nitrit bzw. ein Anstieg von Nitrit feststellen. Trotzdem kann das tödlich sein für die Fische.
    Ab einen ph-Wert über 7, also wenn das Wasser basisch wird, wird Ammonium zu Ammoniak gewandelt. Umso basischer das Wasser, umso grösser wird der Anteil von Ammoniak. Ammoniak ist für die Fische sehr giftig.

    Ammonium, wird aber nicht nur durch Bakterien zu Nitrit und dann Nitrat umgewandelt, sondern kann den Pflanzen auch als Nährstoff dienen. Die Pflanzen stehen damit in direkter Konkurrenz zu den sich bildenen Filterbakterien. Dadurch können sie einen Nitritpeak verhindern, weil sie sich (fast) alles an Ammonium schnappen und für die Bakterien nichts über bleibt, was zu Nitrit gewandelt und mit einem Test gemessen werden kann. Wenn die Bakterien nichts zu fressen haben, dann vermehren sie sich auch nicht.

    Die Pflanzen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Einlaufen eines Aquariums.

    Pflanzen gehören gleich beim Einrichten mit in das AQ. Doch haben die neugekauften Pflanzen am Anfang oft enorme Schwierigkeiten. Sie stammen aus Gärtnereien wo sie ideale Licht- und Düngeverhältnisse hatten und werden nach Möglichkeit über Wasser (emers) gezogen.
    Die Pflanzen müssen sich jetzt an vollkommen neue Bedingungen gewöhnen. Blätter, die für die emerse Lebensweise funktionieren, tun das unter Wasser (submers) nicht. Diese Blätter sterben langsam ab, sie ertrinken regelrecht. Die Pflanze, muss aus ihren Reserven neue Wurzeln bilden (die alten wurden vor bzw. beim Einsetzen gekappt bzw. verletzt) und auch neue Blätter, die submers arbeiten können. Sobald die Reserven aufgebraucht sind, braucht die Pflanze Nährstoffe -> Dünger.
    Je nach Pflanzenart und bisheriger Haltung kann diese Umstellung wenige Tage, aber auch viele Wochen dauern. Umso schneller eine Pflanze wächst und neue Blätter ausbilden kann, umso schneller läuft auch die Umstellung.
    Nährstoffe, die frei im Wasser sind, werden nicht von Anfang an von den Pflanzen gebraucht, weil die Pflanzen noch nicht die Wurzeln und Blätter hat, die die Nährstoffe aufnehmen könnten.
    Das wird von anderen Organismen ausgenutzt, den Algen. Algen sind niedere Pflanzen. Bei ausreichend Nährstoffen können sie sich viel schneller als Pflanzen vermehren. Sie sind nicht so spezialisiert und können sich aus kleinsten Sporen bilden.

    Wenn die Pflanzen am Anfang nicht wachsen, haben die Algen also sehr gute Karten. Die Filterbakterien bekommen ebenfalls ausreichend Nahrung.
    Sobald die Pflanzen jedoch in Gang kommen, entsteht ein Konkurrenzkampf um die Nährstoffe. Um Stickstoffverbindungen und andere Nährstoffe sowie Spurenelemente. Bis sich da ein erstes, wackliges Gleichgewicht ausbildet dauert es einige Zeit lang. Mindestens so lange bis die schnellwachsenden Pflanzen ordentlich spriessen und Oberhand über die Algen haben. Wer mit sehr vielen schnellwachsenden Pflanzen (Schwimm- und Stengelpflanzen vorallem) beginnt, wird die wenigsten Probleme haben.

    Wenn die Pflanzen endlich gut wachsen und es auch sonst keine Probleme, z.B. mit der Technik, gibt, kann man die ersten, wenigen Fische einsetzen. Auf keinen Fall den kompletten, geplanten Besatz. Denn das Gleichgewicht ist viel zu wacklig. Die Bakterien, die am Stickstoffkreislauf beteiligt sind sowie die Pflanzen haben sich erstmal nur aufeinander eingespielt. Die Fische und ihre Ausscheidungen sind eine neue, noch unbekannte Belastung.

    Bevor der Besatz aufgestockt wird, sollte man sicher sein, das es dem existierenden Besatz wirklich gut geht. Die Fische sollten ans Futter gehen und keinerlei Krankheitsanzeichen aufweisen. Da sich einige Krankheiten mit sichtbaren Symptomen Zeit lassen, sollte mindestens eine Woche bis zum nächsten Besatz gewartet werden. Länger ist besser, denn die Fische müssen sich auch erstmal richtig einleben. Das kann manchmal ganz schön dauern bis sie ihr normales Verhalten zeigen. Wobei Jungfische eh ein anderes Verhalten als geschlechtsreife Tiere aufweisen.

    Umso schneller und stärker man ein komplett neuaufgesetztes Aquarium besetzt, umso eher hat man mit Algen, absterbenden Pflanzen sowie kranken und sterbenden Fischen zu kämpfen.

    Feste Zeiten zum Einlaufen kann man nicht vorgeben. Es hängt vom jeweiligen Aquarium ab. Es kann eine Woche sein, es können aber auch 8 Wochen sein bis die ersten Fische geholt werden können.

    Man stelle sich vor, das das Aquarium das eigene Zimmer ist. Am Anfang noch ein Rohbau, die nackten Wände. Wer möchte da schon einziehen? Eine funktionierende Heizung muss her und Steckdosen. Es muss tapeziert werden, gemalert und Bodenbelag rein. Frisch gemalerte Zimmer können ganz schön nach Farbe stinken, wer will da schon schlafen? Es gibt auch noch keine Schränke, kein Sofa, kein Tisch und kein Stuhl.
    Erst wenn ein Zimmer komplett eingerichtet ist, macht es Spass es zu beziehen. So richtig wohnlich wird das Zimmer aber auch erst nach einiger Zeit, dann wenn sein Bewohner es nach seinem Geschmack dekoriert hat. Blumen auf der Fensterbank, Bilder von Freunden im Schrank/ auf dem Tisch, Poster und Bilder an der Wand.

    Das Aquarium ist das Zimmer für die Fische. Die leben genauso ungern auf einer Baustelle, wie man selber

    Leider können die Fische nicht über ihre Mitbewohner und Einrichtung bestimmen. Da muss der Aquarianer sich Gedanken drüber machen, aber die Anforderungen der Fische sollten Vorrang vor dem persönlichen Geschmack haben oder am besten mit diesen harmonieren.


    Gruss Kerstin
    Nemo68 und Aquanautin gefällt dieser Beitrag.

  8. #8

    Talker
     
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    Danke Kerstin! Mit dem Peak kenne ich mich aus! Den habe schon hinter mir! Wenn es das wäre, dann würde ich mich nicht wundern! Aeber er war ja schon wieder auf 0! Erst als die ersten Fische reingekommen sind, ist er wieder gestiegen! Aber nicht extrem! Naja! Mit Wasserwechsel ist er nun nur noch auf 0,025!

    LG
    Manu

 

 

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