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    Gedanken und Überlegungen vor der Anschaffung eines Süßwasseraquariums

    Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich ein Aquarium anzuschaffen, sollte sich vorher fragen, was an Zeitbedarf und auch Kosten auf ihn zukommt. Diese Fragen sind wichtig und sollten daher vor dem Kauf abgeklärt werden.

    Wenn man bereits eine bestimmte Art von Fischen im Auge hat, die später gepflegt werden sollen, sollte man sich vorher erkundigen, welche Beckengröße und Wasserwerte notwendig sind. Wasserwerte kann man bei seinem Wasserversorger in Erfahrung bringen. Stellenweise ist dies online möglich, anderenfalls kann man telefonisch nachfragen. Welche Fische sich in diesen Wasserwerten wohl fühlen und welche Größe beim Aquarium für den Fisch erforderlich ist, kann man dann gezielt bei uns im Talk erfragen. Auch Einrichtung, Bepflanzung und Bodengrund können für die Fische eine wichtige Rolle spielen.

    Das einfachste ist allerdings für Einsteiger, den Fischbesatz auf die Wasserwerten abzustimmen,
    Wasseraufbereitung ist etwas aufwendiger. Natürlich kann man auch die Wässer an die gewünschten Fische anpassen, wenn das Leitungswasser nicht für die gewünschten Lieblinge geeignet ist. Dies erfordert dann ein Gerät, welches diese Aufgabe übernimmt.

    Hat man sich noch nicht auf einen bestimmten Fisch festgelegt, ist es am einfachsten, mit dem größtmöglichen Becken beginnen. Der Grund dafür, auch wenn es paradox klingen mag, ist der folgende: Je größer das Becken ist, desto stabiler läuft es und desto eher verzeiht es die kleinen Fehler - es ist einfacher zu pflegen. Gehen wir mal von einem 80 cm langen Becken aus, dieses fasst 112 Liter.

    Die Beckenpreise sind ganz verschieden, hier sollte man vergleichen. Zu dem Becken selbst benötigt man Filter, Beleuchtung und Beheizung.

    Es gibt auch günstige Komplettsets mit Filter und Heizung, welche besonders von Einsteigern gerne genommen werden. Hier sollte man darauf achten, was dem Komplettset beiliegt. Es gibt gute und schlechte Komplettsets. Wer ein interessantes Angebot für ein Set entdeckt hat, kann jederzeit gerne im Forum fragen, ob hier Preis und Ausstattung stimmen.

    Für den Betrieb und die Unterhaltung des Aquariums benötigt man noch folgendes: die wichtigsten Wassertests, Bodengrund und Erstbepflanzung. Mehr als sinnvoll ist auch etwas zum Reinigen der Scheiben. Auch Einrichtungsmittel wie Wurzeln, Steine und fertige Höhlen gehören ebenso dazu wie ein Thermometer.

    Zu diesen Anschaffungskosten kommen die laufenden Kosten für Strom, Wasser und Futter.

    In Sachen Zeitbedarf wollen wir kurz die Pflegearbeiten grob umreißen. Um ein Aquarium erfolgreich zu betreiben, muss man täglich füttern, die technischen Geräte auf ihre Funktion und auch die Temperatur überprüfen. Wöchentlich sollte ein Wasserwechsel von in etwa einem Drittel des Aquarieninhaltes gemacht werden.

    Die Kontrolle der Wasserwerte in regelmäßigen Abständen und das Reinigen der Scheiben von Algen sollten nach Bedarf erfolgen. Die Filtermaterialien sind vorsichtig zu säubern, wenn der Durchfluss des Filters stark vermindert ist.

    Anfangs sind die Pflegearbeiten meist zeit intensiver, wenn das Aquarium gut eingelaufen ist und sich die Bedingungen im Lebensraum der Fische einpendeln, nimmt auch der Arbeitsaufwand etwas ab.

    Nun braucht das Aquarium noch einen Platz in der Wohnung. Wichtig! Stabilität und Statik spielen ebenso eine Rolle wie die Wahl des passenden Standorts


    Eventuelle Rückschläge

    Leider läuft bei einem Aquarium nicht immer alles „nach Lehrbuch“. Dieser Text soll nur eine kleine Info darüber sein, was besonders am Anfang gerne schief läuft. Als Lösung für alles vorab: Hier im aquaristik-talk.de nachfragen.

    In einem neuen Becken setzen sich besonders gerne Algen fest. Es gibt verschiedene Algenarten, die am häufigsten auftretenden sind Grünalgen, die einigen Fischen (Welsarten, Lebendgebärende) eine Zusatznahrung sind. Treten sie gehäuft auf, liegt häufig ein Pflegefehler vor. Nicht einfach Chemie einsetzen, sondern fragen und wir finden sicher eine Lösung.

    Zu viele Schnecken entstehen durch zu viel Nahrung. Sie stellen aber nicht direkt ein Problem dar. Weniger Futter und Absammeln hilft hier schon.

    Krankheiten sind die härtesten Rückschläge. Hier hilft nur Geduld. Auf keinen Fall sollte man ohne Erfahrung und Fachwissen Medikamente ins Becken kippen. Auch dieses Problem lässt sich mit Unterstützung und Beistand im Talk meist irgendwie lösen. Um zu verhindern, Krankheiten einzuschleppen, ist es unter Umständen sinnvoll, von Anfang an ein Quarantänebecken anschaffen.

    Zuerst ist das gründliche Einfahren des Beckens das Wichtigste, wird das vernachlässigt, droht der so genannte Nitrit-Peak, der gefährliche Höchstwert an Nitrit, der für zu früh eingesetzte Fische den Tod bedeutet. Ansonsten kommen schlechte Wasserwerte oft von zu wenigen oder falschen Pflanzen, zu kurzes Einfahren, Überfütterung oder Überbesatz. Auch hier findet man im Forum Lösungen.

    Auch wenn es so klingt, als sei Aquaristik mehr Stress als Freude, so ist das nicht richtig. Jeder hat mal klein und bescheiden angefangen.

    Antworten auf alle Fragen, die diese Einleitung möglicherweise aufgeworfen hat, sowie weitere Erklärungen und nützliche Tipps auf dem Weg zum eigenen Aquarium gibt es in den weiteren Kapiteln der Aquaristik-Talk Einsteiger-Fibel. Weiterführende Erläuterungen gibt es im Forum. Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

  2. Danke von 10 Usern an hoefti für diesen hilfreichen Beitrag: