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  1. #1

    Talker
     
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    Gesellschaftsbecken - welche Fische?

    Hallo!

    Ich bekomme morgen mein allererstes Aquarium, ein Juwel Rio 125 LED mit Unterschrank. Darauf freue ich mich schon total, und ich bin auch schon seit Tagen dabei, Wurzeln (und einen Stein, habe aber gehört, da sei es unnötig) zu wässern. Als allererstes hatte ich mir ein Aquaristik-Buch gekauft, welches auch wirklich sehr ausführlich ist. Dennoch bin ich zur Zeit unsicher, ob ich wirklich alle Fische, die ich mir so in den Kopf gesetzt habe, in dieses Aquarium setzen kann. Ich möchte gerne ein Regenwald-Bach-Aquarium daraus machen, am liebsten Südamerika oder Australien/Neuguinea.

    Folgendes habe ich bisher schon da:

    • Strukturrückwand und -Filtercover (Juwel Cliff Dark)
    • Naturkies 2-4 mm Körnung (Rosi's)
    • Naturkies 2-4 mm Körnung (natürliches Schwarz, abgerundet; Nuber), womit ich einen farblichen Akzent setzen möchte
    • Bodengrund JBL Aquabasis Plus
    • 1 Mopani-Wurzel
    • 1 Fingerwood-Wurzel
    • 1 Comb Rock/Drachenstein
    • kleine Steine (Marina Sunset Rock)
    • (natürlich Thermometer, Reinigungsschwamm uvm.)
    • wahrscheinlich kaufe ich noch kleine Röhrenverstecke o.ä.


    Südamerika: Zu meinen Favoriten bei den Fischen zählen allgemein Salmler, vor allem Neons. Dazu sollen Blaue Antennenwelse. Gerne hätte ich auch Zwergbuntbarsche, weil ich sie optisch und vom Verhalten ansprechend finde. Beim Überfliegen der Fischportraits war ich mir sicher, dass das geht, aber inzwischen bin ich mir unsicher wegen des Kies...? Eventuell noch Fische für die Wasseroberfläche. Weitere, eher kleine Unsicherheit: Muss ich noch Torffilterung dazu kaufen?

    Australien/Neuguinea: Hier dachte ich nach Lektüre meines Ratgebers an Zwergregenbogenfische, Pastellgrundeln u.ä.

    Ein Afrika-Becken fände ich auch interessant, aber Killis brauchen z.B. ja auch Sand...

    Bepflanzen möchte ich das Aquarium am liebsten entsprechend, z.B. mit rein südamerikanischen Pflanzen.
    Umtauschen kann ich den ganzen Kies und den Nährboden, glaube ich, nicht mehr, und das wäre für mich auch sehr mühsam, da ich kein Auto habe und das Ganze doch schön etwas wiegt. Beim Kauf wusste ich leider noch nicht, dass offenbar viele Fische Sand bevorzugen, und wurde dazu leider auch nicht aufgeklärt, obwohl die restliche Beratung im Laden sehr gut war.

    Was meint ihr zu meinem Vorhaben bzw. welche Fische würdet ihr mir empfehlen?

    Viele Grüße,
    Daniela

    P.S. Wasserwerte (Leitungswasser, im Laden getestet): PH: 7,7; GH :9; KH: 3; Nitrat: 5 mg; Leitwert: 378
    Geändert von WhiskyJack (10.05.2018 um 19:01 Uhr)

  2. #2

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    Hallo und willkommen im Forum!

    Hast Dir ja schon einiges an Gedanken gemacht, das ist gut. Allerdings schon ein bisschen zu viel des Guten ...
    Nährboden ist überflüssig, da die meisten Pflanzen besser mit einem flüssigen Esenvolldünger klarkommen. Bei den Auqarienpflanzen gibt es nur einige wenige echte Wurzelzehrer. Für die reichen dann einfache Düngestäbchen direkt an der Wurzel. Der Nährboden verliert nämlich nach rund einem Jahr seine Wirkung und bei Umpflanzaktionen kommt er immer nach oben. Sieht dann nicht so gut aus. Torffilterung ist nicht nötig.

    Tja, leider hast Du da recht groben Kies, aber der ist kein Ausschlußkriterium. Ein Paar Apistogrammas (keine Schmetterlingsbuntbarsche, die brauchen Sand und sind nicht unbedingt Anfängergeeignet) würde trotzdem gehen. Dann würde ich bei der geringen Beckengröße aber auch auf den Antennenwels verzichten. Zumal die Blauen sehr selten im Handel sind und noch dazu sehr teuer verkauft werden. Sind auch nicht ganz so einfach zu halten. Leider werden meist die einfachen Braunen als Blaue verkauft, aber die gibts meist umsonst von anderen Aquarianern, denn die vermehren sich wie die Karnickel. Für Deine Beckengröße wäre wenn, dann auch nur ein einzelnes Tier dieser territorialen Einzelgänger empfehlenswert.
    Wenn Du Neon magst, würde ich eine Gruppe von 20 Blauen Neon empfehlen, die kommen mit den 22-24 Grad für die Zwergbuntbarsche besser klar als z.B. Rote Neon. Neonsalmler brauchen es noch kühler.

    Bei den Pflanzen brauchst Du Dich nicht auf Südamerika beschränken, da den Fischen die Menge an Grünzeug meist wichtiger ist als die Art. Würde für den Anfang schnellwachsende Arten wie Cryptocorine, Limnophila aquatica, Wasserpest, Indischer Wasserfreund, Sternkraut u.ä. empfehlen. Die Steine solltest Du besser weglassen, die nehmen nur Platz in dem kleinen Becken weg (die Rückwand, die man in einem gut bepflanzten Becken eh nicht mehr sieht leider auch), den man besser mit den Wurzeln und Pflanzen ausfüllen kann. Unten mal Fotos von frisch bepflanzten und eingerichteten Becken.
    4 Tage nach dem Aufstellen.jpgAQTrioBuero.jpg

    •   Alt 11.05.2018 19:38

      Mister Ad Mister Ad ist offline

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  3. #3

    Talker
     
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    Danke, Gergor, für Deine ausführliche Antwort!
    Welche Apistogrammas würdest Du mir empfehlen? Apistogramma borellii vielleicht? Oder Apistogramma agassizii? Und kann ich gar keine Welse (Panzerwelse wegen des Sandbedarfs mal ausgeschlossen) mit Zwergbuntbarschen zusammen halten?
    Für die obere Beckenregion würden mir z.B. Beilbauch-Fische ganz gut gefallen.
    Es muss aber auch nicht zwingend ein Südamerika-Becken sein.
    In den nächsten Tagen geht's endlich ans Eingemachte, nachdem mein Aquarium den Dichtigkeitstest bestanden hat. Wasser ist nun raus, Aquarium trocknet, und dann kommt die Strukturrückwand rein.

  4. #4

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    Hi!
    Für Beilbäuche, zumindest für die üblicheerweise im Handel erhältlichen Marmorbeilbäuche, ist das Becken zu klein, sollte schon mindestens 1 Meter Länge haben. Eventuell gingen die kleineren Zwergbeilbäuche, sind aber selten zu finden: https://my-fish.org/fishothek/zierfi...wergbeilbauch/
    Zu dem etwas friedlicherem A.borellii könnten noch 2 LDA67 passen, die sind relativ klein. Nur sollten dann mindestens 4 Höhlen im Becken sein, da sich sonst beide Fischarten die Behausungen streitig machen. Diese Höhlen nehmen viel Platz am Boden ein, was dann wiederum den wichtigen Pflanzen an Platz fehlt. Daher Steine auf jeden Fall rauslassen und Wurzeln eher hochkant stellen, denn durch die innen angebrachte Rückwand geht ja auch Platz in dem kleinen Becken verloren. Mehr als 3 Fischarten würde ich da auf keinen Fall einsetzen.