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  1. #1

    Talker
     
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    Fische sterben HILFE!!!

    Hallo zusammen,

    nach 10 Jahren Pause habe ich nun endlich wieder ein Becken: 300 x 60 x 65 cm (+ 160l Filterbecken).

    Das Becken läuft seit ca. 4 Monaten. Es wurde ohne Zusätze eingefahren. Nach ca. 3 Wochen war Nitrit messbar, ab Woche 4 war es verschwunden. Erster Besatz kam rein, dann kam doch noch ein Nitrit-Peakchen. Seit Woche 6 bis jetzt kein Nitrit messbar.

    CO2 wird über JBL Controller gesteuert, er steht auf auto-pH, sodass die Soll-Vorgabe 7,12 pH ist (da KH10).

    Licht ist 10 Std täglich an.

    Hier die detaillierten Werte von heute:

    GH 17
    KH 10
    NH4, NO2, NO3, Fe, Cu >>> alles 0

    Jetzt das eigentliche Problem:
    Von bisher 21 eingesetzten Skalaren leben noch 2 !!!
    Die ersten 9 haben leider den zweiten Nitrit-Peak mitbekommen. Hier hatte ich gelesen, dass es bei Skalaren in Kombination mit Nitrit zu Langzeitschäden kommen kann.
    Alle weiteren Skalare danach sind aber in "sauberes" Wasser eingesetzt worden und es sterben trotzdem fast täglich welche.
    Folgendes Verhalten ist hierbei zu beobachten:
    Fische nach Einsetzen: Fisch aktiv, interessiert (schwimmt zur Scheibe bei Bewegung), frisst ...
    Erste Anzeichen: Fisch verzieht sich an strömungsarme Stelle im Aquarium, bevorzugt hinter Filtereinlauf, teilweise nur im oberen Bereich, teilweise nur im unteren Bereich, sowie auch hinter / unter Pflanzen. Fisch verharrt hier ca. 1-2 Tage und frisst nicht mehr / nur sehr selten.
    Zweites Anzeichen: Fisch beginnt mit Schnappartmung, meist an strömungsarmer Stelle, teilweise aber jetzt wieder im ganzen Becken aktiv. Senkrechte Haltung kann nach nach ein paar Stunden nicht mehr gehalten werden. Nach ca. 24 Std Schnappatmung liegt der Fisch dann tot am Boden

    Zum Vergleich:
    Im Aqua sind auch Rotkopfsalmler und hier ist kein einziger gestorben.
    Und ganz im Gegenteil dazu, bei sechs L144 haben wir schon ca. 4 Mal Nachwuchs bekommen, mit über 100 Jungfischen, wobei man fairerweise sagen muss, dass auch L144 schon gestorben ist.
    Weiterer Besatz:
    Neon > 30 Stück > 5 tot
    Sterbai > 27 Stück > 12 tot

    Ich bin echt Ratlos woran das liegen kann.
    Das örtliche Aqua-Geschäft hatte mir letztens ein Medikamet von Sera mitgegeben, welches leider keine Besserung zeigte. Zusätzlich sind jetzt Seemandelbaumblätter im Filterbecken.

    Hat jemand eine Ahnung, was dort falsch läuft?

    Ein Freund meinte es liegt an den Wasserwerten, aber da das örtliche Aqua-Geschäft 2km weit entfernt ist und dort das gleiche Wasser aus der Leitung kommt, kann es ja eigentlich nicht daran liegen.

    Wo kann ich mit der Fehlersuche starten?

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    VG
    Daniel
    IMG_20210919_192552.jpg
    IMG_20210926_101615.jpg

  2. #2

    Talker
     
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    Sind die Skalare alle vom selben Händler und zeitgleich eingesetzt worden?

    •   Alt 25.10.2021 15:04

      Mister Ad Mister Ad ist offline

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  3. #3

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    Zitat Zitat von Vanjimmy Beitrag anzeigen
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    Sind die Skalare alle vom selben Händler und zeitgleich eingesetzt worden?
    nein, von drei unterschiedlichen Händlern und auch alle nacheinander. Das "Sterben" zieht sich jetzt schon Wochen...

  4. #4

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    Hi!
    Da haben wir schon das Problem! Skalare sind sehr empfindlich was Keimunverträglichkeiten angeht. Man sollte sie also besser alle nur von einem Händler oder Züchter beziehen, sogar möglichst nur aus einem Gelege. Auch ist es besser nur eine Farbvariante zu halten, da gerade bei den Farbzuchten die für die innerartliche Kommunikation wichtige veränderbare Streifenzeichnung weggezüchtet wurde. Das führt meist zu verstärkter Aggressivität untereinander. Eine Gruppe wildfarbener Tiere aus einer Zuchtgruppe harmonieren da wesentlich besser.

  5. Danke von 2 Usern an fossybear für diesen hilfreichen Beitrag:


  6. #5

    Talker
     
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    Zitat Zitat von fossybear Beitrag anzeigen
    Hi!
    Da haben wir schon das Problem! Skalare sind sehr empfindlich was Keimunverträglichkeiten angeht. Man sollte sie also besser alle nur von einem Händler oder Züchter beziehen, sogar möglichst nur aus einem Gelege. Auch ist es besser nur eine Farbvariante zu halten, da gerade bei den Farbzuchten die für die innerartliche Kommunikation wichtige veränderbare Streifenzeichnung weggezüchtet wurde. Das führt meist zu verstärkter Aggressivität untereinander. Eine Gruppe wildfarbener Tiere aus einer Zuchtgruppe harmonieren da wesentlich besser.
    Hi,
    Danke für die Info. Ich kann nicht sagen, ob deine Theorie richtig oder falsch ist, aber was ich sagen kann, dass das nicht das einzige Problem bei mir ist, denn wir haben seit gestern zwei Weitere Todesfälle unter den Sterbai, d. h. aktuell 14 tote Sterbai.

    Aus meiner Sicht muss es daher ein globales Problem mit dem Becken geben.

    Wo würdet ihr denn mit der Fehlersuche beginne, bzw. was wären die ersten Tests die ihr durchführen würdet?

    Ich hatte schon als Idee einfach mal alle Wuzeln aus dem Becken zu entfernen, wobei dass jetzt eigentlich schon eine pure Verzweiflungsaktion wäre...ü

    VG
    Daniel

  7. #6

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    ... noch als Ergänzung ein Video der Skalare... hier kann man gut erkennen, dass einer von ihnen schon im Stadium der Schnappatmung ist, wobei der andere ganz normal atmet...



    Bitte nicht verwirren lassen von den ganzen Partikeln im Wasser, das hat nur die Kamera so eingefangen...

    denn als Foto sieht es so aus und das ist auf 3m fotografiert...

    IMG_20211011_145909hochkant.jpg
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    Geändert von Lakatusch (26.10.2021 um 09:17 Uhr)

  8. #7

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    Hi!
    Das ist keine Theorie, das sind eigene Erfahrungwerte aus 20 Jahren Skalarzucht und Erfahrungsberichte von anderen Skalarhaltern -und züchtern. Diese Keimunverträglichkeiten können auch andere Fische betreffen. Wenn nur ein Fisch einen Keim oder Erreger mitbringt, der von den anderen Tieren nicht vertragen wird, kann es zu solchen Massensterben kommen. Um so was zu vermeiden, sollte immer ein Quarantänebecken vorhanden sein, um die neuen Tiere für die ersten Wochen aufzunehmen und durch täglichen kleinen Wasseraustausch zwischen den Becken alte und neue Insassen langsam an die Keime der anderen zu gewöhnen.
    Die Wurzeln haben jedenfalls nichts damit zu tun. Im Gegenteil, um zu viel Stress bei den neuen Tieren zu vermeiden sollten auf jeden Fall mehr Wurzeln und vor allem sehr viel mehr Pflanzen in das kahle Becken. Ohne entsprechende Rückzugsmöglichkeiten ist das echt stressig für die Tiere und Stress kann das Immunsystem ebenfalls schwächen.
    Hier mal Bilder von meinen Skalarbecken ...
    P7131287.jpgSkalarbecken1.jpg

  9. Danke an fossybear für diesen Beitrag von:

    MS1

    •   Alt 26.10.2021 19:16

      Mister Ad. Mister Ad ist offline

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