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  1. #1

    Talker
     
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    Hallo,

    nachdem wir nach dem Zukauf von Fischen unsere Fische erstmals mit Medikamenten behandeln mussten, moechten wir jetzt ein kleines Zusatzbecken fuer solche Faelle anschaffen. Im Falle eines Falles koennte dann die Behandlung in diesem Becken und nur fuer die tatsaechlich betroffenen Fische stattfinden. Macht es Sinn, fuer solche Zwecke einfach ein kleines 25l-Glasbecken mit Innenfilter und Heizung verwenden und/oder was muss man dabei spezielles beachten?

    Da wir zwei Becken mit erheblich unterschiedlichen Wasserwerten haben, muessten wir das Becken ggfs. auch mit dem jeweiligen Wasser kurzfristig aktivieren; wie lange braucht das zum "Anfahren", wenn ich Wasser aus dem betreffenden Aquarium zusammen mit etwas "Schlamm" aus dem dazugehoerigen Filter nehme?

    Wie sollte man so ein Aquarium einrichten? Sandboden oder ganz ohne Bodengrund? Falls Sandboden, sollten auch Pflanzen da rein?

    Und: Ist es sinnvoll, "neue" Fische erstmal fuer eine Woche oder so in dieses Becken zu setzen, um Krankheiten so weit wie moeglich auszuschliessen, und erst anschliessend ins "endgueltige" Becken zu setzen, oder bedeutet das viel Zusatzstress fuer die Tiere (WW sollten ja in beiden Becken gleich sein)?

    Fragen ueber Fragen ...

    Joerg

  2. #2

    Talker
     
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    Hallo Jörg,

    erst einmal spricht du von zwei unterschiedlichen Dingen.
    Das eine ist ein Behandlungsbecken und das andere ein Quarantänebecken in dem u.U. auch Behandelt werden muß.

    Nicht jede Krankheit benötigt ein Behandlungsbecken, im Gegenteil. Oft ist es nötig das Hälterungsaquarium mit zu Behandeln oder komplett auszuräumen und zu desinfizieren.
    Wenn denn ein Behandlungsbecken verwendet wird, so wird dieses so spartanisch wie möglich ausgestattet sein.
    Kein Bodengrund, keine Deko, kein Filter und auch kein Altwasser.
    Bei Bedarf eine Heizung, eine Belüftung und abgestandenes bzw. aufbereitetes Wasser.
    Dauert die Behandlung länger noch einen gut eingefahrenen Filter der meist nach der direkten Behandlung eingebracht wird.

    Ein Quarantäneaquarium sollte dagegen schon ein wenig mehr die Ansprüche des Fisches berücksichtigen, dabei aber auch funktionell bleiben.
    Es sollte einerseits die genaue Beobachtung der Tiere zulassen und auch für evt. nötige Behandlungen schnell umrüstbar sein.

    Eine Quarantänezeit von einer Woche halte ich für zu kurz.
    Mindestens 4 Wochen sollte die schon betragen wobei auch dann noch keine absolute Sicherheit auf krankheitsfreie Fische besteht.

    •   Alt 22.08.2005 16:16

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  3. #3

    Talker
     
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    Hallo Heinz,

    in unserem speziellen Fall hatten unsere neu erworbenen Mollys eine Verpilzung. Diese ist (gluecklicherweise) augenscheinlich nicht auf die anderen Fische uebergegangen, jedenfalls zeigt sich bislang (nach ca. 3 Wochen) nichts. Mangels Behandlungsbecken haben wir die Behandlung in einem unserer Haelterungsbecken durchgefuehrt, so dass unsere Platys unnoetigerweise auch in den "Genuss" gekommen sind. Waere es denn in diesem Fall nicht sinnvoll gewesen, die Mollys in ein Aquarium mit Altwasser und Filter zu setzen, um sie dort zu behandeln?

    Und, macht der Einsatz eines Quarantaenebeckens angesichts der langen Zeiten (4 Wochen und laenger) denn dann fuer den "Otto-Normal-Verbraucher" Sinn, oder sollten wir mit dem Risiko leben, dass die Fische sich mal was "einfangen" und behandelt werden muessen?

    Joerg

  4. #4

    Talker
     
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    Hallo Jörg,

    die Frage wo, wie, wann behandelt wird ist immer eine Entscheidung die von Fall zu Fall entschieden wird.
    In dem von Dir geschilderten Fall hätte ich wahrscheinlich den Fisch separiert.
    In ein Becken mit Heizung und Filterung.

    Die Frage über die Notwendigkeit eines Quarantäneaquariums stellt sich für die meisten Aquarianer immer erst wenn es Probleme gab.
    Aber wie so oft gibt es auch hier kein richtig und falsch.
    Das muß jeder für sich selbst entscheiden.

    Fräskopfwürmer sind unangenehme Zeitgenossen die auch mit Behandlung zu einer nicht unerheblichen Todesrate führen können.
    Viruserkrankungen sind zwar eher selten aber dafür in der Regel nicht behandelbar.
    Guppys sind recht empfindlich im zusammensetzen was nicht selten zu großen Verlusten führt.

    Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.

    •   Alt 22.08.2005 17:42

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      Aquarianer-Lotse
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