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  1. #11

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    Hallo Steffy,

    Oh, das ist natürlich schon sehr weich und die Wurzel könnte das Wasser verändern.

    Ich habe ein Becken mit dgh 10-12und eins mit 15 da merke ich noch gar nichts davon und habe zu kämpfen meinen PH runter zu bekommen.

    Ich würde es einfach mal mit abkochen und separaten einlegen probieren, den Behälter evtl. noch belüften. Die Absenkung des PH durch eine Wurzel dauert auch im weichen Wasser nicht ewig an, ich habe mal etwas von höchstens 6 Monate gehört. Ggf. musst du so lange mit PH+* arbeiten ( wie Dennis geschrieben hat ).

    hier noch ein link zu einem ähnlichen Thread

    http://www.aquaristik-talk.de/viewtopic.php?t=468

    Nachsatz:
    *=

    hiermit waren natürlich biologische Methoden zur Anhebung des PH-Wertes gemeint,
    ich habe mich hier falsch ausgedrückt. Von "Chemie-Bomben" rate ich natürlich ab.
    Sorry, war schnell und unbedacht hingeschrieben ops: Nobody is perfect

  2. #12

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    Hallo Anja,

    Ggf. musst du so lange mit PH+ arbeiten ( wie Dennis geschrieben hat ).
    Wie meinst Du das? PH+ ist doch so ein Chemiezeug, oder? Außerdem habe ich nicht gelesen, wo Dennis das geschrieben haben soll.

  3. #13

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    Hallo Dennis,

    die Gesamthärte bzw. die Menge an im Wasser gelösten Erdalkalien hat doch nichts mit dem Grad der Ansäuerung bzw. der benötigten Säuremenge für eine bestimmt pH Wert Absenkung zu tun ??
    Doch !

    Desto härter dein Wasser ist desto schwerer wirst du eine Ansäuerung durch Torf etc. durchführen können.
    Dieses wurde mir von einem Chemiker bestätigt.

    Vorteil des Ganzen: Es gibt keinen PH-Sturz :wink:

    Die Grenze liegt hier bei ca. dgh 10.

    Die Veränderung von harten Wasser über dgh 16 mit Torf in den sauren Bereich ist nicht möglich,
    ich senke den PH durch einen Teil angesäuertes, destiliertes Wasser was separat aufbereitet wird, alle anderen Methoden hatten keinen Erfolg, selbst in meinem Becken mit dgh 10 ist die reine Torfansäuerung ein langwieriger Prozess und ich muss nach jedem Wasserwechsel aufpassen, das ich nicht wieder in alkalische Werte rutsche.

  4. #14
    Dennis Furmanek
    Hallo Anja,

    entweder hat sich der Chemiker missverständlich ausgedrückt oder du verwechselst etwas.

    Die Gesamthärte = Menge der im Wasser gelösten Erdalkalien (Ca++, Mg++) ändert nichts an der benötigten Säuremenge für eine pH Absenkung.

    Dass bei mitteleuropäischen Verhältnissen die GH mit einem etwa 50 - 80% KH (=SBV) Wert gekoppelt ist stimmt natürlich, wodurch überlicherweise Wasser mit höherer GH auch ein höheres SBV aufweist.
    Die Pufferwirkung des Wassers ist also größer, man benötigt mehr Säure für pH Absenkungen. Darum soll man ja z.B. bei hartem Wasser nicht mit CO2 den PH Wert absenken, da für merkliche Wirkungen toxische CO2 Konzentrationen im Wasser nötig sind.

    Zum gefürchteten Säuresturz kann es in jedem Becken kommen, selbst wenn zu Anfang Betonwasser drin ist. Es dauert nur länger, bis das SBV verbraucht ist. Merkmale dieser Jauchebecken sind:

    - hohe GH
    - niedriges SBV
    - hohe Nitratwerte

    Man kann aber auch ein Becken mit einem nicht nachweislichen SBV fahren, ohne dass ein Säuresturz eintreten muss. Man muss eben nur genug Nachschub liefern, durch TWW.

    MfG
    Dennis

  5. #15

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    Hallo Dennis,
    also ich habe wirklich Probleme mit der Ansäuerung. Da meine Co2 Werte passen setze ich da keine Anlage ein.
    Ansäuerung folgendermassen:
    54l Becken durch Torf. Dieser wird alle 2 Wochen ausgewechselt. Das Wasser für dieses Becken wird durch Zugabe von Aqua-Dest auf eine GH von 10 gehalten.
    PH-Messung ständig notwendig da ich einen PH von 6 halten will.

    112l Becken Hier habe ich Leitungswasser mit einer dgh von 15. Also so im Normbereich, kein Beton. Meinen PH von 8 senke ich durch die Zugabe von extra mit Torf aufbereiteten Destilierten Wasser was ich bei TWW dazugebe, der PH hat sich bei 7 eingepegelt.

    Allerdings habe ich vor 2 Wochen das erste mal Buchenlaub in mein Becken getan, und eine Absenkung von 0,5 erreicht ! Ich werde das weiter beobachten.

    Aber du gibst mir Recht das die Ansäuerung von weichen Wasser einfacher ist, oder habe ich da etwas total falsch verstanden ??

  6. #16
    Dennis Furmanek
    Hallo Anja,

    das hängt davon ab, wie man weich definiert.

    Wichtig ist ein niedriges SBV bei der PH Absenkung, Weichwasserfische aber benötigen Wasser mit geringerm Gesamtsalzgehlat bze. Leitwert.

    MfG
    Dennis

  7. #17

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    @Dennis

    SBV = ???

  8. #18

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    Hi Steffi,

    Wie meinst Du das? PH+ ist doch so ein Chemiezeug, oder
    irgentwo habe ich was vom anheben des PH Wert gelesen :wink: Aber wie gesagt, bei meinen Werten von 8 habe ich mich um das anheben wirklich noch nicht gekümmert und echt keine Ahnung. Wenn du hier näheres wissen willst, öffne doch einfach einen Thread " wie erhöhe ich den PH-Wert ",
    da wird es genauso natürliche mittel wie zum senken geben. Von Chemie im Becken halte ich persönlich auch nichts

  9. #19

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    Hi Dennis,
    das hängt davon ab, wie man weich definiert.
    ich gehe hier von den Standartskalen aus,

    sehr weich 0-4
    weich 5-10
    mittelhart 11-15
    hart 16-20
    sehr hart 21 und mehr

    unser Wasser wird von den Wasserwerken als mittelhart bezeichnet, meine gemessen Werte liegen bei 15-16.

    Wichtig ist ein niedriges SBV bei der PH Absenkung, Weichwasserfische aber benötigen Wasser mit geringerm Gesamtsalzgehlat bze. Leitwert.
    Danke :wink: Wieder was gelernt. Du musst davon ausgehen das die meisten Aquarianer beruflich nix mit Chemie zu tun haben. Für mich war das anfangs totales Neuland, Hilfe das lernst du nie, dachte ich.

    Nun, die wichtigsten Grundkenntnisse waren schnell kapiert und durch Fachliche Spezialisten wie dich lernt man immer mehr dazu.

  10. #20
    Dennis Furmanek
    Hallo Falco,

    SBV ist das Säurebindevermögen bis pH 4,3.

    Das ist das was du als "Karbonathärte" mist, die aber definitionsgemäß etwas anderes ist.

    Dabei werden vorallem Carbonat (CO3--) und Hydrogencarbonat (HCO3-)
    Anionen erfasst, aber auch andere Puffersysteme, die H+ bzw. H3O+ (Hydronium-Ionen) abfangen, werden dabei miterfasst. Zusammen ist das das SBV.

    Anheben kann man das SBV mittels aller Carbonate und Hydrogencarbonate, die keine Giftigen Verbindugen dastellen. Möglich ist da z.B. Calciumcarbonat (CaCO3, Kalkstein) und Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3, Speisenatron).

    MfG
    Dennis