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dermitch

Zu kleine Aquarien und die Auswirkungen

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Seit ca. 2 Monaten pflege ich einige Arten von Malawibarschen und Tanganjikaseebarsche, es ist ziemliches Neuland für mich, nach der Haltung von Guppys, Skalaren, Schwertträgern und Mollys wollte ich ein Level aufsteigen und mich mal mit anderen Fischen befassen.
Nachdem ich zufällig einen Züchter kennengelernt habe, hab ich mich von fünf mal fünf Fischen überzeugen lassen, es waren Jungfische und mit dem Hintergedanken, dass es welche sind die noch eine Weile brauchen bis sie platzbedürftig werden habe ich sie vorerst in ein 160l Becken einziehen lassen.


Nachdem ich vor einer Woche eine neue Beleuchtung an dem barschbecken angebracht habe passierten komische Sachen. Die Barsche waren kaum zu sehen, nur selten kamen vereinzelte raus, dass 25 Fische in dem Aquarium sind hätte mir niemand abgenommen. Wenn welche sichtbar waren, waren sie richtig agressiv zueinander, Ich hab an alle erdenklichen Sachen gedacht die für die zurückhaltende und gleichzeitig durchgeknallte Art der Tiere ausschlaggebend sein könnten.
Der Lichtwechsel? eine plötzliche Vergiftung? „hätte ich doch nicht ein paar Mückenlarven füttern sollen?“ ist der Heizstab kaputt und die Fische stehen permanent unter Strom?… viele Gedanken eben. Es war auch Angst dabei, ich dachte, wenn ich abends aus dem Büro heimkomme sind alle tot, weil irgendwas da drin *******e ist.


Die Lösung kam huete früh, als ich ins Becken blickte, an der Kante eines Felsens sah ich etwas Larvengroßes, ich dachte gleich, shit, Parasiten, aber dann kam einer der Fische um die Ecke geschwommen, schnappte danach und setzte es unter dem Stein ab, oha, Fischkinder. Meine julidochromis transcriptus haben Nachwuchs, ich hatte nur 4 Kleine gezählt, aber es sind überraschend welche da und die Eltern verteidigen die Höhle nun mal, ich dachte das dauert noch ein Jahr bis die überhaupt geschlechtsreif sind, außerdem dachte ich es sein hochkompliziert Barschnachwuchs zu bekommen, naja, wie war das mit den Bauern und den Kartoffeln . Das neue Licht war auch etwas stressig für die Fische, also waren die julidochromis transcriptus unglaublich aufgeregt und haben das komplette kleine Becken terrorisiert. Diese Art braucht etwa 100l zum Wohlfühlen wenn die Kleinen da sind, es sind 2 Elterntiere, also bleiben 60 Liter für 23 Fische, die auch grad dabei sind ein Revier, oder ein Brutverhalten zu entwickeln, es ist einfach zu eng da drin. Damit sich alle mal etwas runterfahren habe ich vorerst auch wieder das alte Licht angebracht.


Zum Glück richte ich kommende Woche ein neues 450l Becken ein und am Wochenende ein Ersatzbecken mit weiteren 160l, die Elterntiere bekommen ihre Ruhe und haben sich für das Bleiben im Becken klasifiziert, ich war nämlich grad am überlegen, welche Fische ins neue Becken kommen und welche im Alten bleiben.


Was ich draus gelern hab ist, dass es sehr wichtig ist sich genau mit die Eigenarten der Fische die man auch mal im Bündel kauft zu befassen und ein zu kleines Aquarium ist nicht unbedingt ein überfüllt aussehendes, es ist immer noch viel Freiraum in meinem 160l Becken und die Fische haben rein optisch genung Orte an denen sie sich verstecken können, aber sie reichen doch nicht aus, wenn einige von ihnen brüten.
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Kommentare

  1. Avatar von Selas
    Hey,

    schöner Bericht und auch schön, dass du deine eigene Lektion daraus ziehen konntest.
    Allerdings würde ich dir noch dazu raten, ohne Blitzlicht zu fotographieren, zumindest sieht es bei Bild 3 etwas extrem aus.

    Gruß
    Yannik
  2. Avatar von dermitch
    danke für den tipp, ich musste den blitz aber dazu schalten,
    damit man die kleinen in der höhle sieht, die wären sonst im dunkeln.
  3. Avatar von Peru Altum
    Hallo

    Schöner Bericht, leider habe ich von den Malawibarschen und Tanganjikaseebarsche keine Ahnung .Ich habe seid 1969 fast immer Südamerika im AQ gepflegt.

    Was hast du für eine Cam ?
    Ich habe eine Canon EOS 450D .

    Gruß Norbert
  4. Avatar von dermitch
    ich fotografiere normaler weise mit der canon eos 7D, das wird aber erst im kommenden bericht meines 450L beckenaufbaus der fall sein, die bisherigen fotos sind alle mit dem iphone gemacht, für so handyknipserei ganz ok find ich.

    Südamerikaner sind nach wie vor das ding für mich, ich überlege grad in einem leerstehenden 160l Becken ein reines Skalarbecken einzurichten,
  5. Avatar von dermitch
    Und es war hauptsächlich doch das Licht!
    Ich beobachte die Barsche jetzt seit ein paar Tagen sehr intensiv, die beiden Brütenden sind nach wie vor sehr Revierverteidigend, aber so etwa 10 cm um die Höhle herum. Ich hab ein anderes Licht, eine 6500Kelvin Lampe gekauft und eingebaut, die 10000er ist ganz aus, wenn ich diese dazu schalte ist sofort eine Riesenpanik im Becken, erstaunlich, ich hab auf manchen Seiten gelesen, dass es Zuchten gibt, die mit 10000K belichten, meinen scheint das gar nicht zu schmecken. Im benachbarten Südamerikabecken scheint das Licht nebensächlich zu sein, die Guppys, Mollys, Schwertträger und Skalare interessiert das Licht überhaupt nicht, da kann ich sogar das blaue Licht dazu schalten und die Fische sind aktiv wie gewohnt.
  6. Avatar von Peru Altum
    Zitat Zitat von dermitch
    Südamerikaner sind nach wie vor das ding für mich, ich überlege grad in einem leerstehenden 160l Becken ein reines Skalarbecken einzurichten,
    Hallo

    Ein 160 L Becken für Scalare ? Da bekomme ich Bauchschmerzen ,ich hatte früher auch Scalare in so einer Pfütze ,würde Heute aber nicht mal im Ansatz daran dencken Scalare in einem 160 l Becken zuhalten.

    Scalare brachen einfach Platz ,für mich ist die unterste Grenze 190 l aber auch nur dann wenn das Becken 50 cm Hoch ist.

    Gruß Norbert
  7. Avatar von dermitch
    womit wir beim anfangsthema wären, ja du hast recht,
    ich werd mir für das dritte 160er was anderes einfallen lassen müssen.

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