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Majortom11

Indirekter Wasserwechsel.

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Hallo zusammen.
Ich hätte gerne gewusst, ob jemand Erfahrung hat mit indirektem Wasserwechsel?
Bei diesem wird ein Ionenaustauscher in den Wasserkreislauf des Auaruims eingebunden. Vollentsalzer arbeiten im Aquariumkreis eingebunden im sogenannten Halbwertverfahren, was bedeutet, dass bei einmaligem Durchlauf durch die Geräte die Salze (Kationen Anionen) um die Hälfte reduziert werden.
In einem Bericht habe ich gelesen, dass ein indirekter WW nichts anderes wäre als ein normaler Wasserwechsel mit dem gravierenden Unterschied, dass wir diesen mit reinem Wasser ohne jegliche schädliche Belastung durchführen. Leitungswasser enthält oft schädliche Stoffe, die Fischen und Pflanzen zusetzen können.
Die Anwendung des Ionenaustauschers zu indirekten Wasserwechsel wäre sehr einfach. Die zwei Austauschersäulen (Kationen- und Anionenaustauscher) sind über einen Schlauch miteinander verbunden und werden z. B. direkt auf die Aquariumabdeckung gestellt. Durch den Zulaufschlauch wird mit einer kleinen Kreiselpumpe, direkt aus dem Aquarium, Wasser mit einer Geschwindigkeit von ca. 60L/St. in den Kationenaustauscher gepumpt. Der am Anionenaustauscher angeschlossene Rücklaufschlauch führt ebenfalls direkt ins AQ. Vor dem Beginn des indirekten Wasserwechsels sollte GH und KH mindestens 4 Grad sein (ggf. vorher aufhärten). Nach einem Durchlauf der Aquarinwassermenge, also z. B. bei einem 60 Liter Becken nach einer Stunde, hat sich Gh und KH auf einen Wert von 2 Grad eingestellt und hier sollte der Vorgang dann auch beendet werden. Die Ionenaustauscher können dann wieder bis zur nächsten erforderlichen Anwendung weggestellt werden.
Hätte gerne von Meinungen und Erfahrungswerte mitgeteilt.
Gruß Werner
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Kommentare

  1. Avatar von duras111
    Hi,

    Find ich unnötig für die normalen Fischen aus dem Zoogeschäft. Diese kommen auch gut mit dem Leitungswasser aus. Es gibt natürlich Fische, wo man das Wasser aufbereiten muss. Aber das sind schon eher besondere Fische. Ob da aber ein Ionenaustausche nötig ist, bzw. besser ist, kann ich nicht sagen.
    Welche schädlichen Belastungen sollte unser Leitungswasser haben? Tausende von Aquarianern halten ihre Fische seid jahrzehnten in Leitungswasser ohne Probleme. Für mich wäre sowas nur interessant, um mein Leitungswasser von gH 8 und kH 6 auf gH 1-2 und kH 0-1 zu bekommen. Dafür benutz ich aber eine Umkehrosmoseanlage. Ist für mich einfacher und billiger. In der Anschaffung kostet so eine Anlage mit Versand um die 50 Euro und das Wasser ist für mich umsonst. Hat aber auch Nachteile, wie z.B. das eine menge Wasser verschwendet wird (oder zumindest nicht fürs Aquarium zu gebrauchen ist).

    Gruss
    Sascha
  2. Avatar von kellerkind49
    moin

    @ werner
    [QUOTE]Vor dem Beginn des indirekten Wasserwechsels sollte GH und KH mindestens 4 Grad sein (ggf. vorher aufhärten). Nach einem Durchlauf der Aquarinwassermenge, also z. B. bei einem 60 Liter Becken nach einer Stunde, hat sich Gh und KH auf einen Wert von 2 Grad eingestellt und hier sollte der Vorgang dann auch beendet werden. Die Ionenaustauscher können dann wieder bis zur nächsten erforderlichen Anwendung weggestellt werden. [/QUOTE]

    was ist das denn für ein Trick ? erst AUFHÄRTEN um dann zu reduzieren ?

    ist ewig her das ich mit Vollentsalzer gearbeitet hab aber kommt das Wasser da nicht sehr sauer raus ?

    ich würde so eine Konstruktion nie einsetzen , besser wäre das Leitungswasser VORHER zu " bearbeiten " um dann regulären WW vorzunehmen, der einzige Vorteil deiner Konstruktion wäre , man bräuchte keinen zusätzlichen Auffangtank
  3. Avatar von Miora
    Hallo Werner,

    ich finde, solche Fragen solltest Du im Forum stellen und nicht im Blog...

    Ionentauscher tauschen Ionen, sie wechseln kein Wasser. Welche Ionen getauscht werden, wird durch die Art des Ionentauschers bestimmt. Wenn Du Kationen gegen H+ und Anionen gegen OH- tauscht, was die typische Variante zur Herstellung vom demin. Wasser ist, dann tauscht Du quasi alle Ionen weg. Übliche Anionenaustauscherharze tauschen jedoch kein Hydrogencarbonat und auch keine Silicate. Dh. es werden mehr Kationen als Anionen ausgetauscht, so dass das Wasser eigentlich sauer wäre. Jedoch hat es nun auch kaum mehr Ionen, so dass die Pufferkapazität recht gering ist und der pH dieses Wassers nicht so sehr zum Tragen kommt.

    Missverständlich ist, dass nur die Hälfte getauscht wird. Im Ionentauscher wird alles ausgetauscht. Aber dadurch, dass man durch die ständige Rückmischung auch immer wieder quasi schon getauschtes Wasser wieder in den Ionentauscher einbringt, dürfte die Ionenkonzentration im Aquarium nur asymptotisch gegen null laufen.

    Du entfernst also viele Ionen aus dem Aquariumwasser, alle nicht ionischen Verunreinigungen bleiben jedoch im Wasser zurück. Eventuelle Spurenelemente oder nützliche Pflanzennährstoffe kommen nicht mehr über das Leitungswasser, sondern nur noch über Düngung und Futter ins Wasser.

    Es ist ein Altwasseraquarium mit "Ionenraub"...

    Gruss, Michael

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