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  1. #1

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    240 Liter Gesellschaftsbecken

    Hi,

    Hier stelle ich euch mal mein 240 Liter Gesellschaftsbecken vor.

    Nach vielen Problemen am Anfang (bin neu in der Aquaristik) bekomme ich das ganze langsam aber sicher in den Griff.
    Anfangs habe ich 9 von 12 Rotkopfsalmlern durch Weißpünktchen verloren.
    Danach hatte ich eine explosionsartige Vermehrung von Bartalgen. Musste viele Pflanzen stark zurückschneiden und habe die Algen dann mit einer EasyCarboKur bekämpft.
    Grund Nummer 1 war Nitratmangel ( sicher auch durch die Aufrüstung der Lampen von 1200 Lumen auf knapp 7000 Lumen. Nitrat war quasi nicht nachweisbar. Habe den Wert Stück für Stück aufgedüngt auf aktuell ca 10mg/L.
    Zielwert 15-20.

    Mit den Algen wurde es etwas besser, allerdings teilweise Neubildung nach der Kur.

    Da die Tests meines JBL Testkoffers nur gute Werte anzeigten habe ich den Grund der Algenplage in zu hohen Phosphat gesucht. Dieser Test war aber im Koffer nicht dabei.
    Habe mir den Test nachgekauft und siehe da, Phosphatwert lag bei 1,8. Algenursache somit gefunden.
    JBL PhosEx ultra in den Filter gepackt.
    Wert geht langsam runter.

    Mittlerweile ist das Becken relativ Algenfrei
    20210508_133740.jpg

    Zum Besatz:

    -18 Rotkopfsalmler
    -11 Microrasboras
    -4 Corydoras sp. green stripe
    -7 Metallpanzerwelse
    -2 gelbe L144
    -ca. 70 Red Sakura Garnelen
    -6 Amano Garnelen
    - div. Schnecken (Rennschnecken, Geweihschnecken,
    Posthorn-Blasen und Turmdeckelschnecken)

    Ich weiß ich weiß. Relativ voll das Becken.
    Werde wahrscheinlich die Microrasboras in mein 57 Liter Becken umsetzten (Becken im entsprechendem Thread vorgestellt) sobald die alten Barben das zeitliche segnen.

  2. Danke an Rastafari für diesen Beitrag von:


  3. #2

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    Moin!
    Wie hoch ist denn der Phosphatwert im Leitungswasser? Bei mir kommen rund 2mg/l aus der Leitung und ich habe wesentlich stärker besetzte Becken mit starken Fressern. Also eigentlich ein Grund, daß der Wert noch höher geht. Besonders da ich nur halb so viel Licht über meinen Becken habe. Allerdings dafür wesentlich mehr Pflanzen, die das Phosphat verbrauchen. Daher sind Algen bei mir ein Fremdwort.
    Bei Deiner sehr hohen Lichtstärke dürfte der Wert von 1,8mg/l eigentlich keine Problem darstellen, es sei denn die Pflanzenmasse ist zu gering für die Lichtstärke und man füttert zu viel, was ich bei dem moderaten Besatz eigentlich ausschließe. Mir fällt nur auf, daß die Steine sehr viel Raum einnehmen, der den Pflanzen fehlt und der grobe Bodengrund zu starker Verschmutzung neigt, könnte auch ein Grund sein.

    •   Alt 09.05.2021 10:14

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  4. #3

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    Hi, naja ich denke mal allein am phosphat lag es nicht.
    Wie gesagt war mein Nitrat sogut wie nicht nachweisbar.
    Meine Vermutung ist, daß durch den fast nicht vorhandenen Nitratwert, der Phosphat- und Kaliumgehalt Stück für Stück gestiegen ist. Also ich denke weniger das es mit der Pflanzenmasse zu tun hat. Seitdem ich ordentlich Nitrat aufdünge wächst alles so gut das ich jede Woche zurückschneiden muss.

  5. #4

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    Phosphatgehalt im Leitungswasser laut Versorger bei unter 0,1.

    Hier mal Wasserwerte laut Versorger

    NO3: 5,1
    PH: 8
    K: 0,5
    KH: 2
    GH: 3
    Po4: 0,1

    Bei mir im Becken

    NO3: 10-15
    PH: 6,4
    KH: 2
    K: 15
    PO4: 0,7 aktuell

    Also ich denke schon das die Bartalgen gewachsen sind durch fehlendes Nitrat und gleichzeitigen PO4 und K Überschuss. Recherchen im Internet bestätigen das auch soweit.

    Ich finde nicht das ich zu wenige Pflanzen im Becken habe wenn ich mir andere Becken hier anschaue. Auch wenn du mir das immer wieder vorwirftst. Das Becken ist meiner Meinung nach sehr gut bepflanzt und ein Hollandbecken möchte ich nicht.

    Auch wenn ich mir jetzt nochmal 50% mehr Pflanzen ins Becken knalle, mit Wachstumsbremse weil ein bestimmter Makronährstoff fehlt bringen dir die 50% mehr Pflanzen auch nichts wenn sie im Wachstum stagnieren und die algen sich ungebremst am Phosphat laben.
    Aber das solltest du als erfahrener Aquaristiker eigentlich selbst am besten wissen oder?

  6. #5

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    Hi!
    Meiner Meinung nach sind es nur für dieses extrem starke Licht zu wenig Pflanzen. Die Lichtstärke sollte auf nur 70% gedimmt werden, was bei dieser Bepflanzung vollkommen ausreicht und dann sollte sich das Ganze normalisieren. Wenn das Leitungswasser so niedrige Phosphatwerte hat, dann sammeln sich zu viele Abfälle im groben Boden, und /oder die Wasserwechsel reichen nicht aus um den Wert so steigen zu lassen.

  7. #6

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    Sorry Gregor aber liest du was ich schreibe?

    Ich hatte akuten Mangel eines Makronährstoffes.
    Was hat da bitte viel Licht mit wenig oder vielen Pflanzen zu tun?
    Als erfahrener Aquarianer mit nem Hang zu sehr gut bepflanzen Becken sollte dir das Liebigsche Minimumgesetz eigentlich ein Begriff sein. Selbst ich als Neuling weiß das mittlerweile.
    Und genau in diesem Gesetz habe ich mein Algenproblem ausgemacht und auch erfolgreich beseitigt.


    Dieses Gesetz besagt, dass Pflanzen entsprechend der Verfügbarkeit der knappsten Ressource wachsen. Aber was genau heißt das für uns in der Aquaristik? Das ist eigentlich sehr einfach: Es ist ganz egal, wie viele Nährstoffe wir von welcher Art ins Becken bringen, solange nicht die passende Menge der übrigen vorliegt. Wenn wir beispielsweise sehr wenig Stickstoff im Aquarium haben, werden die Pflanzen selbst mit starker Beleuchtung und hohen CO2-Werten nur spärlich wachsen. Und außerdem steigt das Risiko für Algen.


    Wenn ich zu wenig N habe dann kann ich soviel PO4 und K hinzufügen wie ich will. Es wird nicht verbraucht, weil die Pflanzen ihr Wachstum einstellen. Erst wenn ich N hinzufüge werden die restlichen beiden Makros wieder verwertet.
    Hatte vorher mit NPK gedüngt. Anscheinend war da der N Anteil zu gering. Nun Dünge ich die Makros einzeln und es läuft perfekt.


    Falls ich mit den ganzen Theorien falsch liege möge mich jemand berichtigen.

  8. #7

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    Und was die 70% Licht angeht .
    Ich habe mittlerweile auch anspruchsvolle Pflanzen im Becken. Ich bezweifel das die bei schummrigen Licht noch wachsen.

    Habe vor anderthalb Wochen einen in-Vitro Topf Rotala wallichii eingesetzt. Wollte testen ob die was bei mir wird. Soll wohl sehr schwierig sein sie zu kultivieren. Sie ist in den anderthalb Wochen bereits gute 10cm gewachsen und wächst relativ buschig. Für mich heißt das: Licht top, Nährstoffversorgung top.

  9. #8

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    Ok, Ok, man kann auch den komplizierten Weg gehen, bin eben eher für die einfachen Lösungen.

  10. #9

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    Naja so kompliziert ist es ja nicht. Konnte halt die ganze Zeit PO4 nicht testen mangels dem fehlenden Test im Koffer.
    Hatte ja alles durchprobiert und das Phosphat war der einzige Wert der noch als Algenauslöser in Frage kam.

    Man kann NPK düngen wie man will wenn die Pflanzenmasse zuviel Nitrat benötigt. Dann wächst alles langsam und Phosphat und Kalium stapeln sich im Becken.

    Welche leichtere Lösung gibt es denn dann für dich?

    Wie gesagt, mehr Pflanzen einsetzen hilft ja nicht.

    •   Alt 10.05.2021 17:18

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    •   Alt 10.05.2021 17:18

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