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  1. #141

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    Ich kann nur nicht so ausdauernd darüber reden/schreiben ...

  2. #142

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    Hallo...

    Ich für mich persönlich finde es schade,ständig reduziert zu werden auf „ hat keine Ahnung,postet also am besten garnichts“!

    Ab wann darf man denn seine qualifizierte Meinung zu irgend etwas kund tun?
    Und wer prüft vorher die Inhalte,der TÜV?

    •   Alt 13.06.2018 16:26

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  3. #143

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    Zitat Zitat von Misty Beitrag anzeigen
    Hallo...

    Ich für mich persönlich finde es schade,ständig reduziert zu werden auf „ hat keine Ahnung,postet also am besten garnichts“!

    Ab wann darf man denn seine qualifizierte Meinung zu irgend etwas kund tun?
    Und wer prüft vorher die Inhalte,der TÜV?
    Dann die andere Seite. Sozusagen ein Plädoyer für Qualität und Streitkultur.

    Die Geschichte der aquaristischen Online-Diskussionen hat schmerzlichst gezeigt was geschieht wenn einfach so losgebrabbelt wird. Als vor etwa 20 Jahren die Diskussionen anliefen (in den Vorgängern der heutigen Foren) tat sich eine Gruppe von Leuten auf, die die Wasserwerte gehypet haben. Es kam zu einer regelrechten Hysterie. Auf einer Seite von damals steht z.B. folgendes:

    Sonntag, den 06. April 2003 um 19:37 Uhr
    Begriffe wie GH, KH, pH, Leitfähigkeit kennt heute jeder Aquarianer und zumindest den fortgeschrittenen Aquarianern ist auch bekannt, daß diese 'Wasserwerte' einen großen Einfluß auf das Wohlbefinden unserer Fische haben. Nicht umsonst ist die häufigste Antwort auf Hilferufe in den Newsgroups immer: "Werte, Werte, Wasserwerte!" Mit dem Wissen um die Wasserparameter kann man nämlich häufig bereits die Ursache für Probleme im Aquarium erkennen und dann durch gezieltes Eingreifen beheben. Dazu ist nicht nur etwas chemisches Grundwissen erforderlich, sondern ebenso die Bedeutung der einzelnen Komponenten des 'Ökosystems Aquarium', auf die Stoffkreisläufe im Aquarium und vor allem auch auf die Physiologie der Fische.

    Für das Verständnis der chemischen Abläufe sollte man sich zunächst intensiv mit dem Massenwirkungsgesetz beschäftigen, denn dies ist ein chemisches Grundgesetz für alle Gleichgewichts-Reaktionen, die uns im Aquarium begegnen und mit deren Auswirkungen wir häufig kämpfen. Als Handwerkszeug braucht man dann nur noch einige wenige Kenntnisse über die chemischen Grundrechnungen. Und dann sind pH-Wert, Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, Puffer, Redoxreaktionen, Löslichkeiten usw. plötzlich kein Buch mit sieben Siegeln mehr.

    Aha. Der Aquarianer muss sich also mit Massenwirkungsgesetz auskennen, damit er (s)ein Aquarium verantwortungsvoll betreiben kann. Ernsthaft? - Blöd nur, dass so gut wie nie Probleme anhand der Wasserwerte lokalisiert werden konnten. Dennoch wurde quasi eine Religion daraus gemacht. Wer sich der nicht unterwarf wurde übelst an den Pranger gestellt und galt als Tierquäler. Die Protagonisten dieser Religion waren übrigens keine erfahrenen Aquarianer, einer hatte anfänglich nicht einmal Aquarien.

    Es kam dazu, weil nicht rechtzeitig und wirkungsvoll widersprochen wurde. Man nahm es nicht ernst genug. Die Seuche breitete sich im Internet aus wie Blaualgen im Aquarium. Die damals lesenden Einsteiger verinnerlichten obigen Text und wurden darauf eingeschworen. Sie verbreiteten den Kram ihrerseits schon kurze Zeit später selber weiter, ohne auch nur ansatzweise praktisch beurteilen zu können, was sie da eigentlich schrieben. In etlichen Foren, auch in diesem, hat man aber leider mehr Wert auf Harmonie und Freundlichkeit gelegt und damit der Verbreitung von Unfug Vorschub geleistet.

    In dem hiesigen Nachbarforum hat sich sogar mal vor Jahren so ein Unfugschreiber hingestellt und sinngemäß gesagt "ich kann jeden Mist schreiben wie ich will, andere können den ja richtigstellen". Diese Haltung muss man sich mal reinziehen. Ebenso interessant die Aussage "ich schreibe was ich will, ist halt meine Meinung. Die Leser sollen gefälligst selber prüfen ob es stimmt". Es gab noch etliche andere sehr spannende Ansichten zu der Sache.

    Erst als Foren aufkamen in denen Müll, wenn er denn überhaupt gepostet wurde, klar als Müll bezeichnet werden durfte, wurde es besser. Das hat aber Jahre gedauert. Interessanterweise gab es in den Forum kaum Streit. Es war halt niemand da der meinte, er müsse jeden Müllschreiber beschützen und die Moderatoren waren fachlich in der Lage Müllsabbler zu erkennen.


    Daher ist es richtig und wichtig, grenzwertigem Unfug gleich deutlich entgegenzutreten. In solchen Fällen hat das höhere Ziel Vorrang vor dem Streben nach kuscheliger Stimmung.



    Grenzwertig sind alle Aussagen zu Themen die irgendwie eine Nähe zu Moral und Ethik haben, aber fachlich nicht eindeutig fassbar sind. Zum Beispiel:

    - Bedeutung der Wasserwerte
    - Verwendung chemischer Zusätze
    - Mindestgröße von Aquarien
    - Erfordernis von Wasserwechsel
    - Überbesatz
    - Alter von Fischen

    Meistens gehen Dispute aus solchen Themen hervor und in einem gänzlich anderem Foum (SPON) habe ich in einem Kommentar zu einem Artikel über den ÖR die Aussage „Lieber zugespitzten Diskurs als Wohlfühlsülze“ gelesen und das ist auch meine Haltung.
    Geändert von Barkeeper (13.06.2018 um 17:29 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #144

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    Zitat Zitat von Misty Beitrag anzeigen
    Hallo...

    Ich für mich persönlich finde es schade,ständig reduziert zu werden auf „ hat keine Ahnung,postet also am besten garnichts“!
    Wer sagt denn sowas?

    Ab wann darf man denn seine qualifizierte Meinung zu irgend etwas kund tun?
    Und wer prüft vorher die Inhalte,der TÜV?
    Eigene Erlebnisse aus seinen Aquarien braucht doch niemand vorher prüfen zu lassen.
    Das sind erlebte Fakten.

  5. #145

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    Zitat Zitat von Steffi87 Beitrag anzeigen
    Eigene Erlebnisse aus seinen Aquarien braucht doch niemand vorher prüfen zu lassen.
    Das sind erlebte Fakten.
    Erst einmal ja. Allerdings wird jeder, der mehrere Aquarien hat, evtl. sogar inhaltlich vergleichbare, schon mehrfach beobachtet haben, dass es mal so und mal so kommen kann. Einzelbeobachtungen sind somit zwar Beobachtungen, aber es kann auch immer mal anders kommen. Das sollte man stets im Auge behalten.

    Ich schreibe das, weil im Internet Leute gerne das 1x1 Kochrezept suchen, oder eine technische Betriebsanleitung für Aquarien und Fische. "Stelle das Becken so und so ein, dann wird es so laufen". Nee, is' nich. Kann ganz anders kommen. Das war dann kein Fehler der "Einstellung" oder der Vorlage bzw. des Erfahrungsberichtes, sondern einfach so wie es kommen kann.

    Man könnte/sollte deshalb immer darauf hinweisen wenn mal wieder einer umd die Ecke kommt mit der Verwirrung "ich habe so viele Berichte dazu gelesen, welcher ist richtig?"

  6. #146

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    Ja, kann man so sehen.
    Nur muss man ja irgendeinen Aufhänger haben um zu lernen.
    Und das sind die eigenen Erlebnisse mit dem Aquarium in erster Lesung wichtig.
    Ob sich dann etwas reproduzieren lässt ist ganz klar ein andere Sache.

    Es gibt ja auch schon so ein paar "Grundrezepte" die in sehr vielen Fällen funktionieren, nur gibt es dazu auch immer die "Ausreisser" die voll in die Büchse gingen.
    Das muss man sich eingestehen.

    Für mich ist wichtig, dass vermerkt wird wenn man angelesenes Wissen weiter gibt! Quelle dazu.
    Da weiss jeder sofort: Aha, nicht selbst erlebt aber schon mal gelesen, gehört.

    Was garnicht geht: "Ich habe im Internet gehört..... dass......." und das ohne Quelle.

    Aber das alles ist schon 4 Trillardenmal durchgekaut und braucht keiner Wiederholung mehr.

  7. #147

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    Zitat Zitat von Steffi87 Beitrag anzeigen
    Ja, kann man so sehen.
    Nur muss man ja irgendeinen Aufhänger haben um zu lernen.
    Und das sind die eigenen Erlebnisse mit dem Aquarium in erster Lesung wichtig.
    Ob sich dann etwas reproduzieren lässt ist ganz klar ein andere Sache.

    Es gibt ja auch schon so ein paar "Grundrezepte" die in sehr vielen Fällen funktionieren, nur gibt es dazu auch immer die "Ausreisser" die voll in die Büchse gingen.
    Das muss man sich eingestehen.

    Für mich ist wichtig, dass vermerkt wird wenn man angelesenes Wissen weiter gibt! Quelle dazu.
    Da weiss jeder sofort: Aha, nicht selbst erlebt aber schon mal gelesen, gehört.

    Was garnicht geht: "Ich habe im Internet gehört..... dass......." und das ohne Quelle.

    Aber das alles ist schon 4 Trillardenmal durchgekaut und braucht keiner Wiederholung mehr.
    jep

  8. #148

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    Also ich hatte in den letzten Jahren ca 15-20 Becken in der Größe von 10-200 L.

    Und ich schätze ca 20-25 unterschiedliche Gattungen/Arten plus Wirbelose ...

    Was bin ich dann nun? Anfänger? Fortgeschrittener Anfänger?

    Wenn ich jetzt behaupte in Becken mit geringer Literzahl ist es viel schwieriger n vernünftiges ökologisches Gleichgewicht her zu stellen ( was ich übrigens nicht so sehe) dann reicht meine Erfahrung damit um das behaupten zu dürfen?:-)

  9. #149

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    Anfänger ist jeder!
    Spezialist kann man trotzdem sein - in einem begrenzten Bereich. So ist das meiner Meinung nach.
    Ich z.B. bin absoluter Anfänger oder Nichtskönner bei den allermeisten Fischgruppen, aber einige kenne ich doch ganz gut.

    Es gibt Leute, die aus Wenigem sehr viel und sehr schnell lernen und erkennen, und es gibt andere, bei denen auch viele Ratschläge nichts helfen. Das ist überall so, nicht nur in der Aquaristik.

    Und es gibt einige wenige Leute, die nichts lernen wollen. Davon betroffen sind häufig Leute mit einem ideologischen Ansatz, der ihnen regelrecht verbietet, die Wirklichkeit zu erkennen, weil sie nicht ins Weltbild passen. Besonders "gefährlich" sind da anthroposophische Ansätze, die die Tiere und ihre Ansprüche vermenschlichen, denn das wird den Tieren beim besten Willen nicht gerecht.

    Soweit meine Klugscheißerei.

    •   Alt 14.06.2018 01:07

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  10. #150

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    Also ich hatte in den letzten Jahren ca 15-20 Becken in der Größe von 10-200 L.

    Und ich schätze ca 20-25 unterschiedliche Gattungen/Arten plus Wirbelose ...

    Was bin ich dann nun? Anfänger? Fortgeschrittener Anfänger?
    Bei den Arten die Du hattest, sicherlich fortgeschritten. Für die Arten, die Du nicht hattest, Anfänger.

    Wenn ich jetzt behaupte in Becken mit geringer Literzahl ist es viel schwieriger n vernünftiges ökologisches Gleichgewicht her zu stellen ( was ich übrigens nicht so sehe) dann reicht meine Erfahrung damit um das behaupten zu dürfen?:-)
    Ist doch alles ganz logisch und selbstverständlich: Wer viel gemacht hat, der kann auch zu vielem was schreiben. Wer nur wenig gemacht hat, kann entsprechend auch nur zu wenigen Themen was schreiben und wer aquaristisch nichts gemacht hat, der kann folgerichtig zu gar nichts was schreiben.