Willkommen bei Aquaristik-Talk.de.
Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1

    Talker
     
    Registriert seit
    30.09.2002
    Beiträge
    29
    Danke
    0
    Wenn Rot-Grün eine Kneipe hätte...

    ...würde der Wirt des Rot-Grünen Ebers (Gerhard S.) seinen Gästen täglich
    erklären, dass sie sein Lokal wiederbesuchen sollen weil er den Bierpreis in
    den nächsten 4 Jahren konstant halten wird und die Belastungen in der
    Wirtschaft verträglich
    halten möchte: Originalzitat Gerhard S.: Bierpreiserhöhungen wären Gift für
    meine Wirtschaft.

    Tatsächlich bleibt der Bierpreis in den nächsten 4 Jahren konstant bei 2
    Euro. Leider vergaß Gerhard S. zu erwähnen:
    - Dass die Gläsergröße den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
    (dem neuen Gläserregal) angepasst wurde und von 0,5 auf 0,4 Liter gesenkt
    wurde.
    - Im Zuge der Gesundheitswochen im Rot-Grünen Eber 20% des Inhalts durch
    vitalisierendes Leitungswasser ersetzt wurde.
    Gerhard S. erläuterte den sozialen Erfolg seiner Maßnahmen gegenüber der
    örtlichen Presse: Endlich können auch nicht-alkoholgewöhnte bei mir an einem
    Abend 5 Bier trinken und müssen sich nicht mehr sozial zurückgesetzt fühlen.

    Der Mann an der Zapfanlage (Jürgen T.) führte unterdessen weitere Reformen
    in der Bewirtung der Gäste des Rot-Grünen Ebers durch:
    - Um die "ökologischen Belastungen durch das Herunterkühlen des Gerstensaft
    auf eine den Gewohnheiten der Gästen entsprechende Temperatur"
    verursachergerecht umzulegen wurde eine Kaltbierabgabe von 20 cent je Glas
    eingeführt. Jürgen T.: "Selbstverständlich hat dies bei umweltgerechtem
    Verhalten keine Auswirkungen auf den Bierpreis - wir bieten künftig auch
    Bier in Zimmertemperatur an."
    - Um den "zunehmenden Wasserverbrauch durch das ständige Spülen der Gläser"
    zu begrenzen wurde ein "Prilcent" von weiteren 10 cent je Glas angeboten.
    Jürgen T.: "selbstverständlich bleiben wir auch hier sozial ausgewogen und
    bieten einen absolut spülfreien Gläserpool an".

    Die Kellnerin (Ulla S.) nahm sich unterdessen der Biernebenkosten an:
    - es wurden eine Bierdeckelpauschale von 20 cent eingeführt. Ulla S.: "Durch
    diese einfache Maßnahme konnten aufwendige
    Reformen in der langfristigen Getränkerversorgung erfolgreich verschoben
    werden."
    - es wurde eine Trinkgeldpauschale von 50 cent je Glas eingeführt. Ulla S.:
    "Das bisherige System der individuelle Trinkgeldvergabe war sozial
    unausgewogen -gerade die größten Bierverbraucher neigten dazu ein im
    Vergleich zur
    Biermenge nur unterproportional ansteigendes Trinkgeld zu geben".

    Der Kassierer (Hans E.) sorgte unterdessen für eine Konsolidierung
    Der Kassenlage:
    - Die Herausgabe des Wechselgeldes wurde pauschal um 20 % gekürzt.
    - Die Spekulationsgewinne der örtlichen Skatrunde, die traditionsgemäß im
    Rot-Grünen Eber zockte müssten jetzt zu 50% mit ihm geteilt werden (zu Hans
    E.s Leidwessen zockt die Runde jetzt allerdings in einem nahen
    Steuerparadies - dem Irish Pub)
    -Ausnahmetatbestände (das Anschreiben der Rechnung) wurden ersatzlos
    gestrichen.
    - Als weiterer Ausnahmetatbestand wurde die bislang reduzierte
    Toilettenbenutzungsgebühr für männliche Pissoirpinkler
    ("Stehpinklerrabatt") dem allgemeinen Satz für sitzende Verrichtungen
    angepasst.

    Am Ende der vierjährigen Pachtperiode verkündete die Mannschaft des
    Rot-Grünen Ebers stolz: Wir haben unser gesetztes Ziel erreicht: Der
    Bierpreis blieb konstant! "Leider konnten wir uns dem allgemeine
    wirtschaftlichen Umfeld nicht entziehen.
    Völlig unvorhergesehen trafen uns Gästeverschiebungen in umliegende
    "Billigwirtschaften" ohne sozial/ökologisch ausgewogene Gästekonzepte.
    Dadurch konnte die Zielvorgabe der Gaststätteninnung (Wirte sollten nicht
    mehr als 3% ihres Biers selbst trinken) nicht ganz erreicht werden. Wir sind
    aber bemüht, diese Ungleichgewichte dadurch auszugleichen, dass wir unser
    erfolgreiches Konzept auch auf alle anderen europäischen
    Wirtschaften übertragen."

    Unterdessen bereitet Gerhard S. die umfangreiche Werbekampagne für die
    nächste Pachtperiode vor. Slogan: "Unser Schnitzelpreis bleibt fix". Die
    Werbekampagne führt bereits zu ersten Erfolgen: Die Zahl der
    Tischreservierungen
    steigt wieder deutlich an...

  2. #2

    Talker
     
    Registriert seit
    14.09.2002
    Ort
    Holzgerlingen
    Beiträge
    3.482
    Danke
    1
    hi bernd,

    eindrucksvolle erklärung *zwinkers.

    na, da freu ich mich schon glatt auf die schnitzelnullrunde

    echt gut.

    lg,
    radiomaus