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  1. #1

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    RIO 240 Besatzplanung

    Hallo liebe Aquarianer,

    es ist soweit. Mein RIO240 kommt innerhalb der nächsten Tage. Nach der Einfahrphase möchte ich es ausschließlich mit Fischen aus Südamerika besetzen.
    Ich bin dabei allerdings nicht ganz so engstirnig und werde zusätzlich Garnelen und Schnecken aus anderen Bereichen dazu tun.

    Das Becken mit einer Kantenlänge von 120cm wird einen (im Insel-Style) Bereich mit Lavamulch/Soil/Lavasteinen haben der stark bepflanzt ist und auf der anderen Seite einen etwas unspektakuläreren mit beige-farbenen Sand.
    Pflanzentechnisch werde ich mich mal an einem Bodendecker versuchen, wenn ich jetzt schon mal das CO2 mit dran habe. Heißt die Juwel Helialux Spectrum wird auch mal etwas heller leuchten den Tag über - falls das eine Rolle spielt für die etwas dunkler lebenden Fische.
    PH wird sich durchs CO2 und Soil sicherlich etwas unter 7 einpendeln. Wassertemperatur plane ich aktuell auf 23-24°c je nach Besatz.

    Fischbesatz:
    Den Fischbesatz aus meinem alten Becken werde ich so übernehmen - 10 Rotkopfsalmler und 6 scheue Schwartz-Panzerwelse. Die Rotköpfe möchte ich auch erstmal nicht aufstocken. Die gefallen mir in der Anzahl sehr gut und auch beim Schwarmverhalten, das sie wirklich seht gut zeigen, kommt eine kleinere Anzahl besser zur Geltung (MEINE Meinung.. ). Zusätzlich wird ein zweiter Schwarmfisch ins Becken ziehen. Optisch reizen mich ja rote Neons die in den Spectrum-Lichtspielerein sicher toll zur Geltung kommen. Allerdings sind auch Königssalmler und Zwergziersalmler schon länger auf meiner Wunschliste. Die Entscheidung werde ich dann wohl spontan treffen je nachdem ob mein Fischhändler die anderen beiden Arten überhaupt da hat.

    Die Panzerwelse sind so eine Sache. Im aktuellen 120-er liegen sie unspektakulär rum und sind extrem scheu. Ich habe sie damals eigentlich auch nur geholt, weil mir das als Anfänger immer empfohlen wurde wenn ich sagte ich würde gern Sand als Bodengrund nehmen.
    Meine Favoriten unter den Panzerwelsen sind die Corydoras Sterbai, aber gegen die hatte ich mich damals auf Grund der 80cm Kantenlänge entschieden. Die Schwartzis bleiben ja etwas kleiner.
    Ob die Schwartzis nun im Becken bleiben hängt vom Barschbesatz ab auf den ich weiter unten eingehe! Hier war meine Überlegung ansonsten noch eine Gruppe Corydoras Sterbais einzusetzen in der Hoffnung die Schwatzis werden dann auch etwas selbstbewusster und schließen sich denen an. Gibts da Erfahrungswerte wie die Corys verschiedener Arten miteinander umgehen?

    Otocinclus sollen irgendwann ebenfalls ihren Platz in dem Becken erhalten. Allerdings Stück für Stück und weit nach der Einlaufphase.

    Als Eyecatcher hatte ich mir dann überlegt Apistogramma und/oder Maronibuntbarsche zu holen. Cacatuoides, Trifasciata und Borelli gefallen mir bei den Apistos am besten.
    Die Thematik mit Corydoras und Apistogramma bin ich mir durchaus bewusst. Allerdings kann ich mir keine großen Kämpfe zwischen den Schwartzis und Apistogramma vorstellen um ehrlich zu sein.
    Die sind sehr scheu und zudem nur nachts aktiv. Die Apistogramma Höhlen würden im bepflanzen Bereich stehen und nicht in der Nähe vom Sand.
    Abgeben kann ich die Corys zur Not ja auch.

    Bei den Maronis bin ich mir unsicher. Ich würde eigentlich gern nur ein Pärchen pflegen, aber habe gelesen das die Geschlechtsbestimmung erst sehr spät möglich ist. Gibts dennoch die Chance im Laden ein Pärchen zu erwerben? Wie sind da eure Erfahrungen.
    Das wäre dann ein Fische der auch von der Größe her etwas her macht und trotzdem ins Becken passt.

    Der Traumbesatz wäre also:
    - 10 Rotkopfsalmler
    - 10-12 rote Neons
    - 2 Apistogramma + falls möglich später noch 2 Maronis
    - 6 Schwartzpanzerwelse
    - 10-15 Otocinclus

    oder:
    - 10 Rotkopfsalmler
    - 10-12 rote Neons
    - 2 Maronibuntbarsche
    - 6 Corydoras Schwartzi (+ 10 Sterbai)
    - 10-15 Otocinclus

    Das erscheint mir erstmal recht viel auch wenn es sich bei 240l ja aufteilt.

    Wirbellose:
    Aus meinem alten Becken ziehen ca. 10 Amanogarnelen mit um. Zusätzlich habe ich dort noch einige YellowFire Zwerggarnelen drin die ich aber eventuell abgeben werde.
    Als Schnecken habe ich 2 Geweih (die ich etwas später umsetzen werde wegen dem Aufwuchs) und unzählige TDS die meinen Sand lieben. Hier wäre also sicher noch etwas Handlungsbedarf. Was habt ihr für Empfehlungen?


    Was sind eure Eindrücke dazu? Ich bitte um Tipps.

    Vielen Dank!

  2. #2

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    Also der Boden mit Lavamulch und Lavasteinen ist nicht wirklich ideal für Panzerwelse und auch nicht für Zwergbuntbarsche. Das Zeug hat eine raue Oberfläche, die die Barteln der Welse und das Maul der ZBB verletzen kann. Von daher würde ich bei so einer Einrichtung von gründelnden und grabenden Fischen ganz absehen.
    Auch 2 gruppenorientierte Arten in viel zu kleiner Gruppenstärke würde ich auch nicht empfehlen, gibt nur ein unschönes und unruhiges Durcheinander. Beide Arten würde ich auf keinen Fall unter 20 Tieren pro Art halten, bei den Rotköpfen sogar eher mehr. Daher sähe nur eine Gruppe sehr viel besser aus, dafür dann aber mindestens 20-30 Tiere, damit sie auch als Gruppe wirken. Dabei sind die Rotköpfe eher als Schwarm unterwegs, die Roten Neon dagegen verteilen sich im ganzen Becken, solange kein größerer Fisch als Feindbild sie zum Zusammenhalt anregt.

  3. Danke an fossybear für diesen Beitrag von:


    •   Alt 05.05.2021 18:03

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  4. #3

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    Also der Boden mit Lavamulch und Lavasteinen ist nicht wirklich ideal für Panzerwelse und auch nicht für Zwergbuntbarsche. Das Zeug hat eine raue Oberfläche, die die Barteln der Welse und das Maul der ZBB verletzen kann. Von daher würde ich bei so einer Einrichtung von gründelnden und grabenden Fischen ganz absehen.
    Auch 2 gruppenorientierte Arten in viel zu kleiner Gruppenstärke würde ich auch nicht empfehlen, gibt nur ein unschönes und unruhiges Durcheinander. Beide Arten würde ich auf keinen Fall unter 20 Tieren pro Art halten, bei den Rotköpfen sogar eher mehr. Daher sähe nur eine Gruppe sehr viel besser aus, dafür dann aber mindestens 20-30 Tiere, damit sie auch als Gruppe wirken. Dabei sind die Rotköpfe eher als Schwarm unterwegs, die Roten Neon dagegen verteilen sich im ganzen Becken, solange kein größerer Fisch als Feindbild sie zum Zusammenhalt anregt.
    Danke für deine Einschätzung!

    Lavamulch wäre ja mit 3-4cm Soil überdeckt. Da mach ich mir nicht so große Gedanken. Das mit dem Lavastein ist allerdings ein guter Hinweis. Überdenke ich nochmal! Gibts andere Steine die besser geeignet sind? Ich habe im aktuellen solche Seiryu Rocks die sind auch relativ scharfkantig. Daran wären dann zumindest die Corys schon gewöhnt.

    Das mit der Gruppengröße verstehe ich nicht so ganz. Eine größere Gruppe heißt für mich auch mehr Sicherheit und damit, zumindest im Bezug auf die Rotköpfe, auch mehr "Freiheiten". Aktuell im 120-er sind die Rotköpfe ja relativ allein und zeigen trotzdem schon ein tolles Schwarmverhalten. Ich hätte "Angst" sie würden durch noch mehr Tiere dann eher den Schwarm aufteilen und dann entsteht das von dir angesprochene durcheinander.
    Das die roten Neons kein ausgerpägtes Schwarm/Gruppenverhalten haben ist in Ordnung. Daher hätte ich da auch ebenfalls eine kleine Gruppengröße gewählt.

  5. #4

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    Hallo Slim,

    so ganz kurz kann ich mich nicht fassen: hier ein wenig etwas zum Studieren um einem Südamerikabecken näher zu kommen...

    https://www.youtube.com/watch?v=x6q8cJZHlCI

    hier einmal eine Inspiration zur Beckengestaltung...
    bei Südamerikabecken findet man viel Holz (Moorkie...), Laub, etwas Pflanzen (Echinodoren, Hydrocotyle leucocele, Sagittaria subulata, Bacopa, https://www.aquarienpflanzen-shop.de...iAAEgLQf_D_BwE
    selten auch Steine... - die aber keine Ergußgesteine sind.

    https://www.youtube.com/watch?v=jy6Oerlpm24
    https://www.youtube.com/watch?v=v2F5XLAb_Lw
    https://www.youtube.com/watch?v=d5cu-krIHac

    http://biotope-aquarium.info/aquariu...olombia-100-l/
    Rio Negro: - auch hier siehst du wieder wie der Boden aussieht, die vielen Wurzeln, die Pflanzenarmut...
    https://www.youtube.com/watch?v=NLgT7V9B2Q4

    hier das Herangehen an ein Biotop-Aquarium von einem Scaper:
    https://www.youtube.com/playlist?lis...YaE1Tc-7Dman2v

    Bei der Anzahl der Fische siehst du sehr unterschiedlich besetzte Becken...

    Einfach inspirieren lassen...

  6. Danke an Neonblau für diesen Beitrag von:


  7. #5

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    Hi Neon, vielen Dank für deine Links. Das meiste kenne ich schon, aber natürlich noch nicht alles. :P

    Ich plane zwar den Besatz südamerikanisch auszurichten, aber nicht das gesamte Becken sprich Bodengrund, Pflanzen und Wasserwerte (gut die gehen zwangsläufig ja in die Richtung um die entsprechenden Fische zu halten).
    Ich hoffe ich bin trotzdem im richtigen Bereich gelandet. Denn wie gesagt der (Fisch)Besatz soll ja ausschließlich südamerikanisch sein. :P

  8. #6

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    Zitat Zitat von Slim Beitrag anzeigen
    Lavamulch wäre ja mit 3-4cm Soil überdeckt.
    Soil ist extrem leicht und wird daher den Pflanzen keinen guten Halt bieten, wenn die Panzer wühlen und die ZBB graben. Nicht wirklich ideal. Soil würde ich nur in reinen Pflanzenbecken einsetzen, bei Gesellschaftsbecken bin ich mit Sand (in letzter Zeit ausschließlich Granatsand) wesentlich besser gefahren. Besserer Pflanzenhalt, längere Standzeit, leichtere Reinigung und die Tiere können besser gründeln.
    Zitat Zitat von Slim Beitrag anzeigen
    Das mit der Gruppengröße verstehe ich nicht so ganz. Aktuell im 120-er sind die Rotköpfe ja relativ allein und zeigen trotzdem schon ein tolles Schwarmverhalten.
    Naja, sehr schwimmrfeudige Fische auf viel zu engem Raum, da bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig als zusammenzubleiben. Allerdings verlieren sich 10 Tiere auf 240 Liter und die Schwarmwirkung wird durch die Neon dann aufgelöst, wie schon gesagt, ziemlich unschönes Durcheinander. Ein größerer Schwarm sieht einfach natürlicher und ruhiger aus und kommt den Tieren auch zugute.

  9. Danke an fossybear für diesen Beitrag von:


  10. #7

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    Zitat Zitat von fossybear Beitrag anzeigen
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    Soil ist extrem leicht und wird daher den Pflanzen keinen guten Halt bieten, wenn die Panzer wühlen und die ZBB graben. Nicht wirklich ideal. Soil würde ich nur in reinen Pflanzenbecken einsetzen, bei Gesellschaftsbecken bin ich mit Sand (in letzter Zeit ausschließlich Granatsand) wesentlich besser gefahren. Besserer Pflanzenhalt, längere Standzeit, leichtere Reinigung und die Tiere können besser gründeln.
    Dem möchte ich gern zustimmen. Ich habe (als Anfängerin) Soil-Bodengrund und Panzerwelse - und musste irgendwann Pflanzenclips einsetzen, weil meine Julii ständig die Pflanzen ausgegraben haben. Glücklich bin ich nicht damit, dass jetzt Kunststoff im Bodengrund ist, aber zurzeit lässt sich das nicht anders bewerkstelligen. Soil ist auch aus meiner Sicht generell kein guter Bodengrund, weil sich in ihm ständig auch Futter sammelt, das rutscht da einfach so durch. Und es verändert die Wasserwerte sehr stark.

  11. Danke an Ozelotti für diesen Beitrag von:


  12. #8

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    Danke für eure Tipps. Als Laie frage ich mich nun nur wieso die Standhaftigkeit der Pflanzen im Sand besser sein sollte als im Soil/Lavamulch? Im Sand lässt es sich für solch einen kleinen Fisch doch deutlich besser graben oder nicht?

    Zu dem rutscht das Futter im Sand und Kies doch genauso durch, wenn du es nicht reinigst @Ozelotti? Nur hast du beim Sand nicht mal eine Zirkulation darunter (wie es bei Soil+Lavamulch der Fall wäre).

  13. #9

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    Zitat Zitat von Slim Beitrag anzeigen
    Danke für eure Tipps. Als Laie frage ich mich nun nur wieso die Standhaftigkeit der Pflanzen im Sand besser sein sollte als im Soil/Lavamulch? Im Sand lässt es sich für solch einen kleinen Fisch doch deutlich besser graben oder nicht?

    Zu dem rutscht das Futter im Sand und Kies doch genauso durch, wenn du es nicht reinigst @Ozelotti? Nur hast du beim Sand nicht mal eine Zirkulation darunter (wie es bei Soil+Lavamulch der Fall wäre).
    Sand verdichtet viel besser, da halten die Pflanzenwurzeln gut. Soil sind im Grunde genommen so kleine, gebrannte leichte Erdkügelchen, die im Wasser locker vor sich hinwabern. Es ist auch fast unmöglich, Soil zu mulmen - ich habe gefühlte 1000 Mulmglocken zu Hause, keine davon funktioniert bei Soil, da die leichten Kügelchen sofort eingesogen werden. Ein Berater aus dem Futterhaus hatte mir nur widerwillig die 1001. Mulmglocke verkauft (weil ich die Hoffnung einfach nicht aufgeben wollte, hat sich aber inzwischen geändert), mulmen sei einfach nichts bei Soil, so sein Kommentar. Darum habe ich jetzt u. a. teilweise Probleme mit Faulgasen an der Futterstelle.

    •   Alt 06.05.2021 14:06

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  14. #10

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    ... Soil ist wirklich nur in reinen Pflanzenbecken, welche dann auch kein Jahr laufen, in Einsatz... - es säuert das Wasser, düngt auch die Pflanzen... und ein paar Fische, wie es in Pflanzenbecken üblich ist, verursachen auch nicht "den" Dreck, den man unbedingt absaugen muss...

    ... aber auch ich bin jetzt am testen, ob es nicht auch weniger cm Sand sein können... bereits in 2 - 3 cm finden Wurzeln halt, selbst die Echinodoren...
    wenn sich Mulm wirklich am Sand sammelt und man muss ihn unbedingt los werden, so kann man ihn auf dem Sand leicht absaugen, in Kies nicht, da er sich dort verkriechen kann...