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  1. #1

    Talker
     
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    CO2-Gehalt in Heimatgewässern

    Hallo Leute,

    ich lese gerade ein Buch über Mikroskopie für Aquarianer und bin auf eine interessante Textstelle gestoßen. Der Autor sagt nämlich, dass in den Heimatgewässern von Süßwasserfischen der CO2-Gehalt meist unter 5 mg/l liegt und ganz selten über 10mg/l. Co2-Düngung hält er aus mikrobiologischer Sicht sogar für schädlich, weil es einseitig die höheren Pflanzen fördert und einer vielfältigen Mikro-Flora und -Fauna entgegen wirkt. Könnte da was dran sein?

  2. #2

    Talker
     
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    AW: CO2-Gehalt in Heimatgewässern

    moin,

    das mag sein das in der mehrzahl der gewaesser der co2 gehalt gering ist, dafür ist er aber ständig verfügbar und verbraucht sich nicht wie im aquarium.
    allerdings sind in besonders co2 haltigen gewässern die über entsprechende quellen gespeißt werden, der unterwasserpflanzenwuchs gigantisch und geradezu faszinierend!
    das die hohen co2 konzentrationen in verbindung mit weichem wasser nicht gerade bakterienfreundlich sind is ja klar. bakis können recht sensible wesen mit geringerer anpassung sein wobei es ja immer lückenfüller gibt, siehe heiße schwefelquellen etc.

    gruß ricard

    •   Alt 28.05.2006 10:47

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  3. #3

    Talker
     
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    AW: CO2-Gehalt in Heimatgewässern

    Hi Ricard

    In einem mit Fischen besetzten Aquarium verbraucht sich auch kein CO2, die Fische produzieren ja ständig nach. Ist ein weit verbreiteter Irrtum.

    @Conny
    IMO ist CO2 Düngung in den meisten Fällen überflüssig, es gibt nur wenige Ausnahmen. Unter anderen dann wenn es sich um sehr schwach besetzte Aquarien mit sehr vielen Pflanzen, (vor allen schnellwüchsigen) handelt. Aber auch dann hat CO2-Düngung zumeist nur dann Sinn, wenn die TÄGLICHE Versorgung der Pflanzen mittels Makro- und Mikronährstoffen 100% gesichert ist und es sich um Starklichtaquarien handelt.

    CO2 als pH-senker würde ich persönlich zB NIE wieder einsetzten. Hatte ich früher mal, zusammen mit diversen anderen "Versuchsreihen" wie pH-minus, KH-minus, Torfextrakt, Schwarzwasserextrakt und Co. Meine Erfahrungene, die ständigen Schwankungen machen mehr kaputt als sie sinnvoll sind.

    IMO ist Pflanzenwuchs und -masse auch überberwertet, teils fast mit hysterischem Ausmaß. Vor allen in vielen Internetforen. Fakt ist, wirklich pflanzenreiche Faunen gibt es wenig in den natürlichen Habiaten unsere Fische. Wenn Pflanzen, dann zumeist wenige Arten die speziell auf die jeweiligen Bedingungen eingestellt sind. Genau wie die Fische und die übrige Mikrofaune. Ich finde es wesentlich schwierigen genau dieses Gleichgewicht auch im Aquarium möglichst "nachzuempfinden", ganz wird uns das wohl nie gelingen. Ich bin inzwischen dazu übergegangen und setzen nur wenige Arten ein, Arten bei denne ich die Erfahrungen gemacht habe, daß sie bei denen von mir angebotenen Bedingungen in den Aquarien auch zurecht kommen. Schränkt zwar mitunter recht ein, ist aber in der Kombi mit der restlichen Einrichtung und dem jeweiligen Besatz in meinen Augen "schöner" als so manches vollgepackte grüne "Urwaldaquarium".

    Was Pflanzenbecken natürlich vorteilhaft macht, sie puffern vieles ab.

    beste Grüße

    Dany

    •   Alt 28.05.2006 12:00

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