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  1. #1

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    Schwarzwasser leicht gemacht.

    Hallo.
    Ich habe das Aquarium meiner Krebse gewechselt und habe auch Laub und Erlenzapfen dort hinein getan.
    Der Schwarzwasserlook hat mir echt gefallen, doch mittlerweile habe ich keine Erlenzapfen mehr.
    1. Frage: Kann man noch Erlenzapfen im Wald finden, wenn ja woran erkennt man sie?
    2. Frage: Gibt es eine leichtere Methode? Also statt Erlenzapfen was anderes? (ich würde gerne keinen Torf nehmen, da dafür Moore zerstört werden) Es sollte aber schon noch kostengünstig sein.
    Ich war mit Erlenzapfen sehr zufrieden, da das Wasser eine schöne Bernsteinfarbe bekam, aber dabei wurden die Werte gar nicht bis minimal verändert.
    Das Aquarium hat einen Innenfilter.
    Mfg.

  2. #2

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    Huhu,

    es gibt wohl ein Seemandelbaum-Extrakt was ebenso einfärbt und wohl auch die gewünschten Vorteile mit sich bringt.

    Es gibt aber auch Wasseraufbereiter für Schwarzwasser welches einfärbt - hat aber sonst keinen weiteren Nutzen.

    Früher hatte ich das von Sera und hatte immer schön braunes Wasser. Ich hab zwar noch eine Flasche aber die ist 2009 abgelaufen (ups), ich weiß nicht was es da noch für Alternativen gibt da ich nur noch Erlenzäpfchen benutze.
    Die kann man auch kaufen falls man keine findet.

    •   Alt 05.01.2017 20:10

      Mister Ad Mister Ad ist offline

      Aquarianer-Lotse
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  3. #3

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    Hallo,

    ich bin botanisch schlicht gestrickt und erkenne Erlen an den Erlenzapfen. Meistens findet man sie in der Nähe von Wasser, also an Flüssen, Seen und in Auen.

    Was vielleicht auch geht ist schwarzer Tee. Habe ich eine Zeitlang gemacht: Den ersten Aufguss für mich, den zweiten für die Fische. Würde aber vorsichtig mit kleinen Mengen anfangen.

    Die Schwarzwasser-Produkte färben auch, sind aber recht teuer - finde ich. Ich wüsste jetzt nicht, warum die dort verwendeten Substanzen weniger Nutzen haben sollten als die anderen Methoden.

    Vielleicht sollte man noch sagen, dass es hier wohl um eine "Schwarzwasserfärbung" und nicht um die Herstellung von Schwarzwasser zu gehen scheint.

    Viele Grüsse,
    Michael

  4. #4

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    Hallo,
    ja das stimmt ich meine eine Schwarzwasserfärbung denn Schwarzwasser ist ein anderes Gefecht.

    Aber mal eine Frage. Echtes Schwarzwasser stellt man doch durch wurzeln un laub als Deko und Torffilterung her, dabei sinkt pH, GH und KH oder?

  5. #5

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    Hallo clam_fan.80,

    die Frage ist, wie man "Schwarzwasser" definiert. Ich verstehe darunter ein sehr ionenarmes, leicht saures, dunkel gefärbtes Wasser. Dahin kann man auf unterschiedliche Wege kommen. Wie Du selbst oben schreibst empfinde auch ich den Missbrauch von Torf als Ionentauscher nicht umweltgerecht.

    Wer hat, kann von salzarmen Wasser ausgehen, wer nicht hat, der muss sein Wasser entsalzen. Je nach Entsalzungsmethode wird das Wasser dabei meist auch ein wenig sauer. Zudem weisen ionenarme (hydrogencarbonatarme) Wasser mit niedriger KH bei gleichem CO2-Gehalt niedrigere pH-Werte auf. Wenn man das hat, muss man noch die dunklen organischen Abbauprodukte ins Wasser bringen, wie z.B. Fulvosäuren.

    Ich möchte annehmen, dass der organische Eintrag bei den Schwarzwasserflüssen wohl überwiegend durch eingebrachte Blätter und Baum- und Strauchteile erfolgt, nach Regengüssen auch durch den Abtrag einer jungen Humusschicht. So gesehen müsste (Pflanzen-) Kompost als Quelle für die organischen Abbauprodukte dienen können. Wenn Wasser draussen wieder flüssig ist, werde ich bei Gelegenheit Versuche mit unserem Kompost starten ...

    Gruss,
    Michael

  6. #6

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    Hi!
    Erlenzapfen kann man jetzt gerade sehr gut sammeln. Hab gerade wieder einen ganzen Eimer voll gepflückt. Wie Michael schon schreibt, meist in Wassernähe oder Feuchtgebieten. Hier mal ein paar Infos dazu. Statt Seemandelbaumblättern nehme ich Walnussbaumblätter, die findet man fast überall. Grün im Sommer geerntet und dann luftgetrocknet, haben sie die gleiche Wirkung.
    https://hsab.jimdo.com/aquaristik-ratgeber/erlenzapfen/
    http://www.heimbiotop.de/natuerlichewirkstoffe.html

  7. Danke an fossybear für diesen Beitrag von:


  8. #7

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    Danke.
    Habe eine Frage.
    Ich benutze dieses färbunng aus ästhetischen Gründen und, weil es die Härte reduziert, heißt es dann aber nicht, dass es echtes Schwarzwasser ist?

  9. #8

    Talker
     
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    Hallo clam_fan.80,

    ganz verstehe ich Deine Frage oder ihren Bezug nicht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Erlenzapfen gross als Ionentauscher wirken. Somit färbst Du Dein Wasser vor allem und senkst ggf. ein wenig die KH durch die abgegebenen Säuren. Allerdings sollte man sich auch im Klaren darüber sein, dass Erlen früher zum Färben genutzt wurden und sie das Wasser vor allem färben, die "Farbe" dann aber nicht unbedingt den Substanzen entspricht, die die Schwarzwasser-Flüsse ausmacht.

    Die Frage, über die man sich streiten kann, ist, wie salzarm "richtiges" Schwarzwasser sein muss. Zum Teil findet man Angaben wie pH < 5, GH und KH bei 0, Leitfähigkeit < 20 mikroS/cm. Ich selbst würde das etwas lockerer sehen, aber in jedem Fall ist es sehr weiches Wasser.

    Hier noch ein Link zu verschiedenen Flüssen https://www.jbl.de/de/expeditionen-2...n?page_id=4999

    Gruss,
    Michael

  10. Danke an Miora für diesen Beitrag von: